Ostern
Aufstehhilfe Auferstehung

„Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog!“, sagte Papst Leo XIV. am Ostersonntag in einer Ansprache vor dem Segen „Urbi et orbi“. | Foto: KNA
2Bilder
  • „Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog!“, sagte Papst Leo XIV. am Ostersonntag in einer Ansprache vor dem Segen „Urbi et orbi“.
  • Foto: KNA
  • hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion

Die Bischöfe stellten in ihren Osterbotschaften ins Zentrum, was Frieden bringt und erhält.

Solidarisch denken, und vor allem: handeln. Die Stimme laut erheben, wenn es um Schutz von Leben geht, und über allem: nicht gleichgültig, sondern einander in Liebe zugetan sein. Im Zentrum der Osterbotschaften römisch-katholischer Bischöfe stand heuer vieles, das notwendig ist zur Wahrung von innerem und äußerem Frieden.

Bischof Wilhelm Krautwaschl stand am Ostersonntag dem Festgottesdienst im Grazer Dom vor. Er erinnerte eingangs seiner Predigt daran, dass Ostern auf der ganzen Welt gefeiert werde: „Wie schön es doch ist, darum zu wissen, dass ich nicht allein bin mit dem Glauben. Mit mir sind es viele Millionen Menschen aus allen Völkern und Nationen, die Gott folgen.“ Er wünsche sich zudem eine Gesellschaft und eine Kirche, „die nicht ausgrenzt, nicht sich selbst zuerst sieht, sondern in der Sendung der Liebe sich erkennt, die eigene Identität nicht durch Abgrenzung voneinander zu erreichen sucht, sondern durch Mitgefühl und Barmherzigkeit“.

„Wie sehr wünschte ich, dass wir uns wieder zu Nächsten machen, denen das Schicksal der Menschen nicht einfach egal ist“, so Bischof Krautwaschl am Ostersonntag im Grazer Dom. | Foto: Brunnthaler
  • „Wie sehr wünschte ich, dass wir uns wieder zu Nächsten machen, denen das Schicksal der Menschen nicht einfach egal ist“, so Bischof Krautwaschl am Ostersonntag im Grazer Dom.
  • Foto: Brunnthaler
  • hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion

Bischof Hermann Glettler betonte das Hoffnungspotenzial von Ostern. Der Glaube daran sei keine billige Vertröstung auf das Jenseits. Vielmehr sei die Botschaft der Auferstehung Christi eine Aufforderung, sich hier und jetzt für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Der Glaube an das Osterfest sei deshalb eine Art „Aufstehhilfe“. Es gelte, solidarisch zu denken und zu handeln und denen beizustehen, die Hilfe brauchen.

Erzbischof Josef Grünwidl sprach sich für eine mutigere Kirche aus, die im gesellschaftlichen Diskurs an gebotener Stelle auch lauter die Stimme erheben solle. Auf die politische Dimension des Christentums angesprochen, unterschied der Wiener Erzbischof im Osterinterview mit der Tiroler Tageszeitung vom Ostersonntag zwischen Partei- und Gesellschaftspolitik: „Die Kirche ist gefragt, wo es um gesellschaftspolitische Fragen geht. Wir sollten als Christen mutiger und lauter werden. Wir sind gefragt, wo es um die Pole des Lebens geht, vom Schutz des Lebens vom ersten Augenblick der Empfängnis an bis zum Ende des Lebens. Zugleich brach der Erzbischof eine Lanze für einen starken Sozialstaat. „Es kann sein, dass es in Einzelfällen Regelungen gibt, die nicht gut oder ungerecht sind. Aber ich denke, wir sind ein Sozialstaat und dürfen die Armen und die Schwächeren nicht abhängen.“

Papst Leo XIV. rief am Ostersonntag vor dem Segen „Urbi et orbi“ von der Mittelloggia des Petersdoms zu Frieden auf. „Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! ... Wir sind gerade dabei, uns an die Gewalt zu gewöhnen, wir finden uns damit ab und werden gleichgültig. Gleichgültig gegenüber dem Tod tausender Menschen. Gleichgültig gegenüber den Folgen von Hass und Spaltung, welche die Konflikte nach sich ziehen. Gleichgültig gegenüber den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die sie verursachen und die wir doch alle spüren“, sagte der Bischof von Rom und warnte mit den Worten seines am Ostermontag 2025 verstorbenen Vorgängers Franziskus vor einer „Globalisierung der Gleichgültigkeit“.

„Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog!“, sagte Papst Leo XIV. am Ostersonntag in einer Ansprache vor dem Segen „Urbi et orbi“. | Foto: KNA
„Wie sehr wünschte ich, dass wir uns wieder zu Nächsten machen, denen das Schicksal der Menschen nicht einfach egal ist“, so Bischof Krautwaschl am Ostersonntag im Grazer Dom. | Foto: Brunnthaler
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by PEIQ