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- Bischof Heiner Wilmer will sich in Rom für Änderungen im Kirchenrecht einsetzen.
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Nach einer neuen Studie zu geistlichem Missbrauch kündigen deutsche Bischöfe konkrete Konsequenzen an.
Nach einer Studie zu geistlichem Missbrauch in geistlichen Gemeinschaften kündigen die Deutsche Bischofskonferenz und die Bistümer Münster und Osnabrück Konsequenzen an. Im Mittelpunkt stehen mehr Unterstützung für Betroffene, stärkere Prävention und eine Überprüfung kirchlicher Strukturen.
Die Studie „Macht durch Charisma. Geistlicher Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften“ wurde von der Deutschen Bischofskonferenz, den Bistümern Münster und Osnabrück sowie den Franziskanerinnen vom heiligen Märtyrer Georg zu Thuine in Auftrag gegeben. Ein Forschungsteam der Universität Münster untersuchte geistlichen Missbrauch als besondere Form von Machtmissbrauch. Im Fokus standen unter anderem die „Christusgemeinschaft“ und „Totus Tuus Neuevangelisierung“. Die Ergebnisse zeigen, wie Menschen im Namen des Glaubens manipuliert, abhängig gemacht oder in ihrer Gewissensfreiheit eingeschränkt werden können.
Der Münsteraner Bischof Heiner Wilmer räumte Fehler bei der früheren Anerkennung von „Totus Tuus Neuevangelisierung“ ein. Nach heutigem Kenntnisstand hätte das Verfahren sorgfältiger durchgeführt werden müssen. Wilmer will sich zudem dafür einsetzen, geistlichen Missbrauch als eigenen Straftatbestand im Kirchenrecht zu verankern.
Auch der Osnabrücker Bischof Dominicus Meier kündigte weitere Schritte an. Hilfsangebote für Betroffene und die Präventionsarbeit sollen ausgebaut werden. Zudem sollen die Ausbildung pastoraler MitarbeiterInnen und die Begleitung geistlicher Gemeinschaften überprüft werden.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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