Weltkirche
Appell an Israel und Iran

Auch in Israel haben die Menschen Angst. Nur wenige halten sich nach dem israelischen Angriff auf den Iran auf öffentlichen Plätzen auf. Im Bild ein leerer Markt mit geschlossenen Geschäften in Jerusalem am 13. Juni 2025. In den frühen Morgenstunden des Tages  begann Israel mit der Durchführung großangelegter Angriffe auf verschiedene Ziele im Iran, darunter militärische Einrichtungen und Nuklear-Anlagen. | Foto: KNA
  • Auch in Israel haben die Menschen Angst. Nur wenige halten sich nach dem israelischen Angriff auf den Iran auf öffentlichen Plätzen auf. Im Bild ein leerer Markt mit geschlossenen Geschäften in Jerusalem am 13. Juni 2025. In den frühen Morgenstunden des Tages begann Israel mit der Durchführung großangelegter Angriffe auf verschiedene Ziele im Iran, darunter militärische Einrichtungen und Nuklear-Anlagen.
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Papst Leo XIV. ruft auf zum Dialog.

Das Engagement für eine sicherere Welt frei von nuklearer Bedrohung müsse durch einen respektvollen und aufrichtigen Dialog fortgesetzt werden, sagte der Papst am 14. Juni 2025 im Petersdom. Nur so könne ein dauerhafter Frieden erreicht werden. Nach der jüngsten Eskalation in Nahost appellierte Leo XIV. am Samstag an die Vernunft der Verantwortlichen in Israel und Iran.
Sollte der Iran den Raketenbeschuss auf zivile Gebiete fortsetzen, werde Teheran „brennen“, drohte etwa der israelische Verteidigungsminister Israel Katz am 14. Juni. Der Iran ließ zudem mit Drohgebärden in Richtung Verbündete seines Erzfeindes aufhorchen. Die gegenseitigen Angriffe wurden indes fortgesetzt.

Präventivschläge statt Dialog
Seine Besorgnis über die Eskalation zwischen beiden Ländern brachte auch der katholische Erzbischof von Teheran-Isfahan, Kardinal Dominique Joseph Mathieu, zum Ausdruck. „Mit Bedauern müssen wir in den letzten Stunden erneut feststellen, dass Frieden durch Präventivschläge angestrebt wird, anstatt sich einem Dialog am Verhandlungstisch zu verpflichten“, schrieb der Kardinal dem katholischen Online-Portal AsiaNews am 13. Juni 2025. „Wir beten, dass der Frieden durch einen auf Konsens basierenden Dialog siegen möge.“ Der gebürtige Belgier Mathieu leitet seit 2021 die katholische Erzdiözese mit Sitz in der iranischen Hauptstadt. Seit vergangenem Dezember gehört der 62-jährige Franziskaner-Minorit auch dem Kardinalskollegium an. Die kleine lateinische Gemeinde im Iran spielt politisch keine direkte Rolle, die Mehrheit der iranischen KatholikInnen gehört zur chaldäisch- und zur armenisch-katholischen Kirche. Schätzungen zufolge gibt es im Iran etwa 22.000 KatholikInnen und insgesamt rund eine halbe Million ChristInnen. Von den kriegerischen Ausschreitungen sind freilich weit mehr Menschen im 92-Millionen-Menschen-Land Iran betroffen und nicht zuletzt 9,5 Millionen Israeli.

Aufruf, Drohungen zu unterlassen
„Niemand sollte jemals die Existenz eines anderen bedrohen“, betonte Leo XIV. angesichts des gegenseitigen Beschusses. „Es ist die Pflicht aller Länder, sich für Frieden einzusetzen, Wege der Versöhnung zu beschreiten und Lösungen zu fördern, die Sicherheit und Würde für alle gewährleisten.“ Das katholische Kirchenoberhaupt äußerte sich bei einer Jubiläumsaudienz zum aktuellen Heiligen Jahr 2025 in Rom. Wegen anhaltender Hitze in Italien fand sie nicht auf dem Petersplatz, sondern im Petersdom statt. Auch die anwesenden Pilgerinnen und Pilger rief der Papst auf, Brücken zu bauen und sich für Einheit und Versöhnung einzusetzen.

Quellen: Kathpress, ORF

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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