Abschied
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Er hatte ein großes Herz für die Armen
Trauer um GR Franz Sammer.
Kurz vor seinem 91. Geburtstag hat Franz Sammer, langjähriger Pfarrer von Bad Waltersdorf, sein irdisches Leben vollendet. Seit einem Unfall im Jahr 2017 war er auf den Rollstuhl angewiesen und lebte im Priesterheim in Graz. Die große Demut, die sein ganzes Leben geprägt hat, half ihm, auch seine Pflegebedürftigkeit anzunehmen.
Franz Sammer wurde 1934 in St. Stefan im Rosental geboren und 1958 in Graz zum Priester geweiht. Nachdem er als Kaplan in Loipersdorf, Sinabelkirchen und Pöllau sowie als Provisor in Miesenbach seelsorgliche Erfahrung gesammelt hatte, wurde ihm 1975 die Leitung der Pfarre Bad Waltersdorf anvertraut, die er 34 Jahre lang mit Gewissenhaftigkeit und Liebe zu den Menschen wahrgenommen hat. Durch seine Bescheidenheit und Selbstlosigkeit, sein tiefes Gottvertrauen und vorbehaltloses Dasein für alle war er ein großes Vorbild eines gelebten Glaubens.
Die Feier der Liturgie und die Vertiefung des Glaubens waren Pfarrer Sammer ebenso wichtig wie die Förderung von Gemeinschaft. Sein ganz besonderer Einsatz aber galt den Armen. Er weckte das Bewusstsein für eine Kirche als weltumspannende Solidargemeinschaft und pflegte Partnerschaften in Burundi und Kongo, in Osteuropa, Brasilien und Indien.
Nach der Emeritierung im Jahr 2009 kehrte Sammer in seine Heimat zurück, wo er eifrig in der Seelsorge mithalf. Auf dem Friedhof in St. Stefan wurde er nach dem Requiem in der Pfarrkirche beigesetzt.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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