Seelsorge
Auf dem Weg zur Ehe

Ehevorbereitung soll stärker zum gemeinsamen Anliegen der Pfarrgemeinden und Seelsorgeräume werden.
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In der Ehevorbereitung sollen künftig pfarrliche Begleitpersonen den Paaren zur Seite stehen.

Mehr seelsorgliche Begleitung durch die Pfarrgemeinden sollen künftig heiratswillige Paare bekommen. Ein überdiözesan erarbeiteter Leitfaden für die kirchliche Ehevorbereitung soll schrittweise in den Diözesen umgesetzt werden.

Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler nennt wesentliche Kriterien, die das Modell der erneuerten Ehevorbereitung prägen: Die Ehevorbereitung wird von der konkreten Lebenssituation des Paares aus gedacht und gestaltet. Sie wird nicht als punktuelles Ereignis, sondern als Prozess wahrgenommen, der von der Anmeldung zur Trauung bis zur Hochzeit reicht. Den Paaren sollen künftig ehrenamtliche Begleitpersonen zur Seite gestellt werden, die das Paar in der Zeit der Vorbereitung begleiten. In den Pfarren gelte es, die Vorbereitung der Paare auf die Trauung als einen gemeinsamen pastoralen Auftrag wahrzunehmen.

„Ausgangspunkt für das neue Konzept war das päpstliche Schreiben ‚Amoris Laetitia‘, in dem Papst Franziskus den großen Stellenwert einer fundierten Ehevorbereitung hervorhebt“, betont dazu Glettler als Referatsbischof für Ehe, Familie und Lebensschutz. Es werde auch künftig unterschiedliche Modelle der Ehevorbereitung in den Diözesen geben. Mit dem neuen Konzept sei jedoch ein österreichweiter Standard etabliert worden, der künftig den unterschiedlichen diözesanen Modellen für die Ehevorbereitung zugrunde liege.

An der Ausarbeitung des neuen Konzeptes mitgewirkt haben der Leiter des Instituts für Ehe und Familie, Johannes Reinprecht, der Generalsekretär des Österreichischen Pastoralinstitutes, Walter Krieger, die Leiterin des Familienreferates der Diözese Graz-Seckau, Katrin Windischbacher, der Leiter der Abteilung Familie und Lebensbegleitung der Diözese Innsbruck, Alfred Natterer, und Robert Schmalzbauer von der „Initiative Christliche Familie“.

Mit diesem Konzept werde „das Paar neu ins Zentrum des kirchlichen Bemühens gerückt“, so Johannes Reinprecht. Dass künftig Begleitpersonen Verantwortung für junge Paare übernehmen, sei eine große Chance für die Seelsorge in den Pfarrgemeinden. Die Herausforderung der nächsten Jahre werde darin liegen, diese Begleitpersonen zu finden und für ihren Dienst zu schulen, erläutert Katrin Windischbacher. Die Erfahrung zeige, dass sich viele heiratswillige Paare „in der Rushhour ihres Lebens befinden und zum Teil bereits Kinder haben“, so Windischbacher: „Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese Paare in ihrer jeweiligen Situation wahrzunehmen und gut zu begleiten.“

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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