Förderpreis Religion
Zu Zeichen der Zeit

Christina Stritzl vom BORG Kindberg nimmt den ersten Preis entgegen, beglückwünscht von (von rechts) Univ.-Prof. Wolfgang Weirer, Schulamtsleiter Walter Prügger und KPH-Vizerektor Friedrich Rinnhofer. Sie untersuchte den Wissenstand von Schülerinnen und Schülern über Antisemitismus.
  • Christina Stritzl vom BORG Kindberg nimmt den ersten Preis entgegen, beglückwünscht von (von rechts) Univ.-Prof. Wolfgang Weirer, Schulamtsleiter Walter Prügger und KPH-Vizerektor Friedrich Rinnhofer. Sie untersuchte den Wissenstand von Schülerinnen und Schülern über Antisemitismus.
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Förderpreis Religion. Herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten im Fach katholische Religion.

Der Religionsunterricht in der Steiermark ist voll auf der Höhe der Zeit und erkennt Themen, die gegenwärtig gesellschaftlich und kirchlich besonders relevant sind.“ Diese Diagnose drängt sich im Blick auf die vorwissenschaftlichen Arbeiten aus dem Fach katholische Religion auf, die heuer für die Prämierung eingereicht wurden.
„Die Arbeiten greifen Themen auf, die gerade in diesen Tagen und Wochen besondere mediale Aufmerksamkeit erfahren: Wert des Lebens und Antisemitismus. Das zeigt die Aktualität und religiöse sowie ethische Relevanz des katholischen Religionsunterrichtes in der Steiermark“, betont Professor Wolfgang Weirer, Leiter des Regionalen Fachdidaktikzentrums Religion, das den Preis vergibt. Im Zusammenwirken von Katholisch-Theologischer Fakultät der Universität Graz, dem Bischöflichen Schulamt der Diözese sowie der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Graz wurde der „Förderpreis Religion“ heuer zum dritten Mal ausgeschrieben. Vier hervorragende Arbeiten wurden in einer kleinen Feier vorgestellt und prämiiert:

Wissen über Antisemitismus. Den Hauptpreis erhielt Christina Stritzl vom BORG Kindberg. In ihrer Arbeit untersuchte sie das Wissen von Schülerinnen und Schülern über Antisemitismus und erforschte, welche Rolle dieses Thema im Schulunterricht spielt. Dabei vergleicht sie gegenwärtige Jugendliche mit der Generation ihrer Eltern und zeigt auf, dass hier trotz pädagogischer Anstrengungen weiterhin viele Wissenslücken bestehen.

Abtreibungsdebatte. Der zweite Platz ging an Lilli Gugel vom Grazer Privatgymnasium
Sacré-Cœur, die sich mit den vielfältigen Facetten der Abtreibungsfrage auseinandergesetzt hat und sich vor allem für eine Enttabuisierung des Themas und mehr Unterstützungsangebote ausspricht.

Wert des Lebens. Die aktuellen Debatten um Sterbehilfe in Österreich spiegeln sich in der Arbeit von Lilith Völkel (Modellschule Graz) wider, die eine sehr ausgewogene Analyse dieses schwierigen Themas vorgelegt hat und dafür den dritten Platz erhielt. Die Frage nach dem Wert des Lebens hat sich auch die viertplatzierte Diana Leitgeb (Bischöfliches Gymnasium) gestellt, die sowohl Abtreibung als auch Sterbehilfe in ihrer Arbeit behandelt hat.

Orientierung. Bei der Verleihung am 30. September im Grazer Augustinum wurde somit die Bedeutung des konfessionellen Religionsunterrichtes deutlich gerade in einer Situation, in der es verlässliche Orientierung braucht: „Schulischer Religionsunterricht nimmt die drängenden Fragen unserer Zeit auf und stellt Deutungs- und Antwortangebote aus religiöser Perspektive zur Verfügung, um SchülerInnen auf der Suche nach Halt und Orientierung in einer Zeit, die von Unsicherheit geprägt ist, nicht allein zu lassen“, so Weirer in seinen Begrüßungsworten.
Schulamtsleiter Walter Prügger würdigte die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten: „Sie bestätigen damit die Aussage von Bundesminister Faßmann, dass der Religionsunterricht einen wertvollen Beitrag im Rahmen des schulischen Bildungsauftrages einbringt. Mehr noch: Es wird deutlich, dass schulisches Lernen und alle Fragen der Sinnfindung im Religionsunterricht durch dessen Transzendenzbezug eine oftmals noch ungeahnte Tiefe erfahren.“ Friedrich Rinnhofer, Vizerektor an der KPH Graz, warf einen Blick auf die Zukunft der ehemaligen SchülerInnen und wünschte ihnen viel Erfolg für den Studienstart, der heuer unter besonderen Bedingungen stattfindet.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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