Die Apostelgeschichte
Von Gott geliebt

Bei der Bibelpastoralen Studientagung wurden in verschiedenen Workshops Themen der Apostelgeschichte beleuchtet – wie hier auf dem Bild biblische Szenen mit Figuren dargestellt werden.
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Die Apostelgeschichte stand im Mittelpunkt der Bibelpastoralen Tagung in Schloss Puchberg.

Unter dem Titel „Grenzen überwinden“ befassten sich die Teilnehmenden der Bibelpastoralen Studientagung 2020 drei Tage lang in Vorträgen, Workshops und Gottesdiensten intensiv mit der Apostelgeschichte (kurz Apg). Veranstalter der Tagung waren das Österreichische Katholische Bibelwerk, das Bibelwerk Linz und das Bildungshaus Schloss Puchberg. Der St. Pöltener Weihbischof Anton Leichtfried zeigte sich in den Begrüßungsworten über das Zustandekommen der Tagung trotz coronabedingter Einschränkungen sehr erfreut.

Gründungsepos. Eröffnet wurde die Tagung von Prof. Hans-Georg Gradl aus Trier. Er deutet die Apostelgeschichte als Gründungsepos, das die ChristInnen an die gemeinsame Vergangenheit erinnern sollte, um Relevantes für die Zukunft zu entdecken. Der Verfasser wollte für die Lesenden ansprechend und unterhaltend sein, so Gradl. Der Adressat sei Theophilus, einer, der von Gott geliebt ist, bzw. einer, der Gott liebt. Er sei Modell-Lesender für alle, die glauben und nach Sicherheit im Glauben suchen. Sie alle sollten sich als Geliebte Gottes (als „Theophiloi“) verstehen. Der Eröffnungsvortrag von Hans-Georg Gradl wurde auf der Facebook-Seite des Österreichischen Katholischen Bibelwerks live übertragen und kann dort noch angesehen wer-
den.

Geistvoll. Ausgehend von Apg 1,8 gab Dr. Barbara Lumesberger-Loisl den ZuhörerInnen einen Überblick über das ganze biblische Buch und konzentrierte sich dabei auf die Gabe des Geistes Gottes als Verheißung. „Immer wieder ist es der Geist, der sie an-treibt, der die Richtung vorgibt und die Leute zusammenführt“, fasste Lumesberger-Loisl die Apostelgeschichte treffend zusammen.

Wenn Apostel streiten. Am zweiten Tag ging es um handfeste Streitereien. Hans-Georg Gradl skizzierte den Konflikt beim Apostelkonzil: Wie konnte das Zusammenleben zwischen jüdisch-christlichen und christlich-völkergemeindlichen Gemeindemitgliedern gelingen? Welche Regeln und Vorschriften galten für wen? Welche politischen Einflussfaktoren brachten welche Blüten des Apostelkonzils hervor?

Mit der Apostelgeschichte weitergehen. Der Abschluss der Tagung stand unter dem Motto des Neuanfangs: „Das offene Ende der Apostelgeschichte ist der entscheidende Beginn der ‚Theophiloi‘ (von Gott Geliebten) – damals und heute!“, erinnerte Hans-Georg Gradl. So diskutierten die Teilnehmenden eingehend die Frage, wie man die Erkenntnisse aus der Apostelgeschichte in der eigenen pfarrlichen Praxis fruchtbar machen könne.
Der Linzer Bischof Manfred Scheuer wies beim Abschlussgottesdienst darauf hin, dass die Apostelgeschichte dafür eine Fülle von Identifikationsmustern zur Verfügung stelle: „die Hinwendung zur Welt; das Hinausgehen mit Grenzüberschreitungen; die Freiheit, Rede und Antwort zu stehen; die Vergewisserung, dass wir Gesendete sind; dass es Gott ist, der handelt und der unsere Geschichte und die Geschichte der Welt in eine heilvolle Zukunft verwandeln will“.

Nachlese.
Alle Vorträge können unter www.dioezese-linz.at/bibelwerk nachgelesen werden. Die nächste österreichweite Bibelpastorale Tagung in Puchberg findet von 25. bis 27. August 2022 zum Buch Jesaja statt.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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