Familie
Zeit der Vorfreude

Vanillekipferl, Linzer Augen, Lebkuchen – Kinder lieben es, beim 
Keksebacken zu helfen. | Foto: pixabay
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  • Vanillekipferl, Linzer Augen, Lebkuchen – Kinder lieben es, beim
    Keksebacken zu helfen.
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Traditionen und Bräuche bereichern den Advent.

Der Advent erwartet uns mit vielen Bräuchen und Traditionen: Adventkränze, Roratemessen, Christkindlmärkte ... Auch familieneigene Traditionen, wie gemeinsam Kekse zu backen oder die Wohnung zu dekorieren, helfen dabei, die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen. Vieles davon ist aus der Adventzeit nicht mehr wegzudenken.

Adventkalender und Adventkränze gibt es bereits seit 1839. Diese Tradition „erfand“ der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern. Ein Wagenrad, auf dem täglich eine Kerze entzündet wurde, ließ die Zeit bis Weihnachten für die Kinder eines Kinderheimes schneller vergehen. Nebenbei brachten die Kerzen noch wärmendes Licht in die dunklen Dezembertage.

Bilder, Schokolade oder kleine Geschenke – egal wie der Adventkalender gefüllt ist, er begleitet uns in der Vorbereitungszeit auf Weihnachten und steigert Tag für Tag die Vorfreude auf die Ankunft Jesu. Nicht umsonst bedeutet das lateinische Wort „adventus“ übersetzt „Ankunft“.

Die Herbergssuche, bei der eine Madonnenstatue oder ein Bild der Gottesmutter Abend für Abend die Familie wechselt, ist ebenfalls in vielen Orten eine liebgewonnene Tradition, die Gemeinschaft stärkt.
Im heurigen Jahr der Hoffnung lädt der Advent besonders dazu ein, Hektik und Stress gegen Wärme und Vorfreude zu tauschen, damit das kleine Kind in Windeln sich in unsere Herzen legen kann.

Sarah Knolly

Weihnachtslieder selber singen

Das „Büro für Weihnachtslieder“ öffnet als fixer Bestandteil des Adventes in der Grazer Innenstadt seine Türen. Es hilft bei der Suche nach Texten oder Melodien und ist Auskunftsstelle für alle Fragen rund um das Singen und Musizieren sowie um weihnachtliche Bräuche.

◉ Bis 22. Dezember: Montags bis freitags 9.30 bis 18 Uhr, samstags 9.30 bis 17 Uhr,
Sporgasse 23 (Steirisches Heimatwerk), 8010 Graz, Tel. 0316 9086 3552
weihnachtslieder@steirisches-volksliedwerk.at

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Nachgedacht

Mein Adventkalender

Als ich noch klein war, fand ich die Adventzeit toll. Stück für Stück verwandelten sich die Fenster in der Nachbarschaft in Gemälde: Sterne, Sprühschnee, Figuren und glitzernde Lichter machten jeden Dezembertag schöner.
Besonders versüßte mir der Adventkalender die Wartezeit – denn durch ihn startete der Tag schon schokoladig. Jedes Jahr konnte ich aber aufs Neue nicht verstehen, warum sich die Erwachsenen nicht auch einen kaufen. Denn Advent und Adventkalender, das sagt ja schon der Name, gehören untrennbar zusammen.
Als meine drei Töchter alt genug waren, schenkten meine Eltern ihnen Adventkalender. Mathematisch unterlief ihnen dabei aber im ersten Jahr leider ein Fehler, denn sie hatten nur bis drei gezählt und ich ging „leer“ aus. Erwachsensein hat so seine Tücken …
Im Jahr darauf bekam ich dann wieder einen Adventkalender. Und im darauffolgenden Jahr wieder. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Am Wochenende habe ich wieder, gemeinsam mit meinen Töchtern, den schokoladigen Wartezeit-Verkürzer von meinen Eltern bekommen. Und mit ihm viele schöne Erinnerungen an die Adventzeiten meiner Kindheit.

Sarah Knolly
ist diözesane Referentin für Diakonie & Gemeinschaft, Dipl. Erwachsenenbildnerin und dreifache Mama. |

Vanillekipferl, Linzer Augen, Lebkuchen – Kinder lieben es, beim 
Keksebacken zu helfen. | Foto: pixabay
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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