Familie
Schwierigkeiten bewältigen
- Eine optimistische Grundeinstellung hilft, Krisen als zeitlich begrenzt und überwindbar zu betrachten.
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Familie lebt von Emotionen.
Vom ersten Date über Geburt, Trotzphase, Pubertät und Liebeskummer bis hin zu Neubeginn und Abschied – Emotionen begleiten jede Lebensphase. Sie zeigen uns Freude und Glück, aber auch, wenn uns etwas Wichtiges verloren geht oder fehlt. Genau darin liegt ihre Kraft: Jede Emotion lädt uns ein, innezuhalten, zu lernen und zu wachsen.
Als Familie stärken wir unsere Resilienz, wenn wir Gefühle wahrnehmen, benennen und ernst nehmen. Indem wir einander zuhören, Unterstützung anbieten und gemeinsam Lösungen finden, erleben wir Selbstwirksamkeit: Wir spüren, dass wir Herausforderungen bewältigen können. So entstehen Vertrauen, Verbundenheit und innere Stärke.
Machen wir Emotionen greifbar – durch gemeinsame Rituale, Naturerlebnisse, Abenteuer und bewusst gelebte Zeit: Zeit als Familie, Zeit als Paar und auch Zeit für uns selbst. Zeit für Reflexion, Zeit zum Spüren und Zeit zum Wachsen.
Denn dort, wo Emotionen Raum bekommen, wächst Resilienz – und Familie wird zur Kraftquelle.Manuela Rogl
◉ Was ist Resilienz? Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandsfähigkeit. Sie beschreibt die Fähigkeit, Krisen, Rückschläge oder stressige
Lebensphasen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen und im besten Fall sogar gestärkt daraus hervorzugehen.
Achtsamkeit und Glück
Das Familienreferat lädt ein:
Mit Bewegung und Achtsamkeit zu innerer Stärke und Gelassenheit. Theoretische Grundlagen der Resilienz und praktische Tipps zur Stressbewältigung.
Mo, 30. März, 16 bis 18 Uhr, für Familien;
Mo, 4. Mai, 19 bis 21 Uhr, für Erwachsene.
Dem Glück auf der Spur – neue Wege gehen. Was bedeutet Glück? Ein Resilienz-Spaziergang für Erwachsene.
Sa, 30. Mai, 10 bis 13 Uhr.
◉ Ort: Heiligenkreuz am Waasen
Nähere Infos: familienreferat.online
oder 0316/8041 297
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Resilienz – die Strategie der Stehauf-Männchen
Monika Gruhl, Herder Verlag
Die emotionale Stärke, die uns durch Krisen trägt, heißt Resilienz. Auf diese innere Widerstandskraft sind wir angesichts vielfacher Krisen aktuell stark angewiesen. Sie lässt uns Hindernisse überwinden. Die Resilienztrainerin Monika Gruhl erläutert, welche Grundhaltungen und Fähigkeiten uns resilient machen und wie wir diese erwerben können.
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Nachgedacht
Ich schaffe es!
Der Rucksack ist gepackt! Ziel: der Kaiserschmarren auf der Hütte.
Der Weg beginnt gemütlich, wird aber bald steiler und anspruchsvoller. Es wird rauer, der Wind pfeift und es erscheinen Quellwolken am Himmel, obwohl stabiles Wetter angekündigt war. Es scheint mir, als ob der Berg mich heute nicht haben wolle. Ich vertraue der Vorhersage, bleibe optimistisch und gehe weiter.
Nach einer Stärkung erkenne ich, dass ich eine Abzweigung verpasst habe. Ich bin auf der längeren Route gelandet. Was für ein Ärger – soll ich umkehren? Ich frage Wanderer, ob sie die Strecke kennen. Ja, die Tour ist auf dieser Strecke zwar länger, ich kann mich ihnen aber gerne anschließen. Meine Angst, nicht sicher oben anzukommen, schwindet. Ich schließe mich der Gruppe an. Bald ist das Ziel erreicht.
Stolz kehre ich in die Hütte ein und bestelle den langersehnten Kaiserschmarren. Doch auf Grund des Wetters – heute kein Schmarren. Enttäuscht sinke ich auf die Bank.
Aber was solls. Ich be-stelle mir eine stärkende Suppe, bedanke mich bei der Gruppe, und mache mich zwar müde, aber zufrieden auf den Rückweg. Ich habe es geschafft!
Manuela Rogl
Die Autorin ist Resilienz-Trainerin.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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