Familie
Mehrweg statt Einweg

Milch in der Mehrweg-Glasflasche ist eine willkommene Alternative zu Kunststoffverpackungen und Einwegflaschen.  | Foto: iStock
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Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.

Abfallvermeidung, das Nicht-Erzeugen von Abfall, ist EU-weit oberste abfallwirtschaftliche Priorität. Bei Mehrweg braucht nichts aufwendig getrennt, transportiert, nachsortiert, instand gesetzt zu werden.
Betrachtet man Produkte in ihrer Gesamt-Ökobilanz, so ist immer der ökologische Rucksack mitzudenken, die Energie, die von der Erzeugung weg durch den Abbau von Rohstoffen, den Transport, die Lagerung, kurz gesagt bis hin zu uns nach Hause in die Küche, verbraucht worden ist. In den Tropen abgebautes Bauxit, aufwendig veredelt zu einer Alu-Getränkedose, steht z. B. in seiner Gesamtbilanz schlecht da. So auch Einwegglas, bedingt durch den energieaufwendigen Herstellungsprozess und das hohe Transportgewicht. Darum ist der Griff zum Mehrwegglas sinnvoll, weil etwa Bier- oder Milchflaschen bis zu 80-mal wiederbefüllt werden.
Die Politik setzte mit der Vorgabe verpflichtender Mehrwegquoten für den Handel (ab 2026 auch Mehrwegflaschen bei allen Diskontern) sinnvolle Akzente. So auch bei Abfüllern, die bei Reinigungsmitteln auf Nachfüllverpackungen setzen.
Letztlich ist immer der Kunde König, bestimmt in seiner Wahlfreiheit, wozu er greift. Somit im Sinne der Vorbildwirkung: Mehrweg statt Einweg! Mit dem Stoffsack oder Korb ins Geschäft und dort der Griff zu regionalen Produkten! Oder noch regionaler: am Bauernmarkt den Saft regionaler Produzenten in der Mehrwegflasche!

Christian Schreyer, Dachverbandder steirischen Abfallwirtschaftsverbände

Fair streiten – vom guten Umgang mit Konflikten

Seit 25 Jahren sind regionale Eltern-Kind-Gruppen ein fixer Bestandteil der Elternbildungsangebote der Diözese. Dies ist ein Grund zum Feiern, u. a. im Rahmen der Bildungsveranstaltung „Fair streiten“.
Welche Konfliktstrategien wir gelernt haben und wie wir Schuldzuweisungen entkommen können, behandelt der freie Pädagoge und Gesundheitsentwickler Gerald Koller in seinem Vortrag und entwirft – durchaus humorvoll – ein Bild von lebendigen Beziehungen: solchen, die den Konflikt als Türöffner zu neuer Klarheit und ehrlicher Begegnung nützen können.
15. November, 19 bis 20.30 Uhr, Bürgergasse 2, Graz. Teilnahmebeitrag: 20 Euro. Anmeldung: Tel. (0316) 8041-452.bildungsforum.mariatrost@graz-seckau.at

FÜR SIE GELESEN

Naturgeschenke
Helena Arendt, 26,80 Euro
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Naturgeschenke basteln kann man das ganze Jahr über. Ob zu Weihnachten, zu Ostern oder zu Geburtstagen – es macht in jeder Jahreszeit Spaß, aus Fundstücken etwas für die Liebsten zu zaubern. Und das Schöne dabei: Jedes Geschenk ist einzigartig, weil auch jeder Stein, jede Blüte und jedes Holzstück einmalig ist. Bis auf wenige Hilfsmittel findet man nämlich alle Materialien gratis in der Natur. Im Buch werden 75 Projekte mit Naturmaterialien vorgestellt. Für Kinder ab 5 Jahren.

ZUM NACHDENKEN

Wege zum Mehrweg – und was machst du?
Wenn ich von „Mehrweg statt Einweg“ höre, dann denke ich, wie jede/r, als Erstes an Milchflaschen. Aber natürlich ist die Palette an in Glas verpackten Lebensmitteln viel größer. Doch Glas ist nicht unbedingt gleich Mehrweg. Man denke nur an Getränkeflaschen und diverse Joghurtgläser auf Einwegbasis. Das ist meist nicht gleich auf den ersten Blick erkennbar, und das genaue Hinsehen war für mich schon ein Lernprozess. Aber selbst bei Einweg-Glas-verpackungen kann ich Nachhaltigkeit leben – ich werfe sie nicht gleich weg, sondern versuche sie wiederzuverwenden. Joghurtgläser werden dekorativ verziert und ergeben tolle Laternen. Flache Dessert-Glasbehälter lassen sich als praktische Saucen-Dip-Schüsseln verwenden.

In unserem Alltag setzen wir Mehrweg in vielen Bereichen um: Unsere ganze Familie hat sich daran gewöhnt, Jause bzw. Mittagessen in Boxen und Trinkflaschen mitzunehmen. Einmal zur Routine geworden, spare ich es mir, die einweg-verpackte Jause vom Geschäft zu holen, und bei unserer fünfköpfigen Familie bestimmt auch etwas Geld.

Abschließend bietet auch unser Büroalltag viele Möglichkeiten zur Müllvermeidung: nachfüllbare Stifte, einseitig bedrucktes Papier als Notizzettel, kapsellose Kaffeemaschine oder unsere Sprudelwasser-maschine. Hat sich schon einmal eine Mehrweg-Mentalität eingelebt, dann sind der Nachhaltigkeit keine Grenzen gesetzt, und es macht zusätzlich Spaß, gemeinsam etwas zu einer besseren Umwelt beizutragen.

Anna Madej-Zipper
Die Autorin ist Assistentin im Katholischen Bildungswerk.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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