Familie
Der letzte Tag im Jahr

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31. Dezember 335. Ein Papst gibt dem letzten Tag den Namen.

Vor langer Zeit, als es noch keine Christen gab, hatten die Germanen andere Götter und Vorstellungen von der Welt. Wenn die Tage immer kürzer wurden, dann krochen die bösen Geister hervor, dann kam die Finsternis über das Land und damit Angst und Hass. Dagegen musste etwas unternommen werden!
In der allerdunkelsten Zeit des Jahres, also im Winter, trommelten die Germanen gegen Baumstämme und wollten mit diesem Lärm böse Geister vertreiben. Sie zündeten riesige Strohräder an und ließen sie den Berg hinunterrollen, um die Sonne am Laufen zu halten. Später wurden Raketen verwendet: Das Licht war für die Sonne, der Lärm für die Gespenstervertreibung. Dann wurden die Tage wieder länger, und das neue Jahr konnte beginnen.
Aber warum der Name Silvester für den letzten Tag des Jahres? Silvester I. war ein Papst, der am 31. Dezember des Jahres 335 starb.
Er war Papst in jener Zeit, als der damalige Kaiser Konstantin die Christen nicht mehr verfolgen ließ. Der Kaiser ließ das Christentum zu einer im Römischen Reich erlaubten Religion werden. Papst Silvester gibt mit seinem Todestag und Namenstag am 31. Dezember bis heute dem letzten Tag des Jahres seinen Namen.

Schröder/Deike

Warum sind nur wenige Kleeblätter vierblättrig?
Vierblättrige Kleeblätter werden als Glücksbringer bezeichnet, und das nicht zu Unrecht. Denn wer ein vierblättriges Wiesenkleeblatt findet, der hat eines der ganz seltenen genmutierten Exemplare entdeckt.
Im Bauplan dieses Klees, der DNS, ist eigentlich festgelegt, dass er drei Blätter hat. Durch verschiedene Ursachen, beispielsweise zu starke Sonnenbestrahlung oder Dünger, kann es in der DNS aber zu Veränderungen kommen, sodass sich vier Blätter bilden.
Garantiert vier Blätter hat jedoch der sogenannte Glücksklee: Das ist der Sauerklee, der zu Silvester verkauft wird.
Deike

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Das Jahr hat bunte Tage
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Von Maria Lichtmess über Ostern und Erntedank bis hin zum Christkind – landauf, landab können wir viele wunderbare Feste und Bräuche erleben und entdecken. Klug und kundig lässt Michaela Holzinger die ganze Familie in die Ursprünge und Eigenheiten der schönsten Traditionen Österreichs eintauchen. Mit wundervollen Gedichten und Geschichten, die jeden Tag besonders werden lassen.


WOHER STAMMT DER AUSDRUCK …

Engel? Diese himmlischen Wesen sind für das menschliche Auge unsichtbar, und dennoch gibt es sie. Ob als italienischer „angelo“, russischer „angel“ oder schwedischer „ängel“: die Mittlerwesen zwischen Gott und den Menschen sind im europäischen Sprachgebrauch überall präsent. Und sie gehen allesamt auf die gleiche Wurzel zurück. Das griechische „ángelos“ hieß zunächst „Bote“ und bekam später die Bedeutung von „Bote Gottes“. Den gleichen Ursprung hat übrigens das Evangelium: Es ist das „eu-angélion“, also „das, was ein Freudenbote mit sich bringt“.

Countdown? Den Countdown – das Herunterzählen von Sekunden – kennen wir von verschiedensten Anlässen. An Silvester zum Beispiel, wenn wir von zehn bis null zählen, um das neue Jahr zu begrüßen. Und dann gibt es natürlich noch das berühmte „Ten, nine, eight, … Lift off“ bei einem Raketenstart. Aber hätten Sie gedacht, dass der Erfinder des Countdowns der Stummfilmregisseur Fritz Lang war? In seinem Film „Die Frau im Mond“ ließ er rückwärts zählen, um den dramatischen Moment des Abhebens einer Mondrakete noch zu steigern. Das ist bis heute nicht anders: Wenn der Countdown für etwas beginnt, steigt die Spannung.

Prost? Natürlich kann man sich das ganze Jahr über zuprosten, am Jahresende aber bekommt der kurze Trinkspruch etwas mehr Gewicht und auch eine feierlichere Form: „Prosit Neujahr!“, sagt man dann und wünscht sich und allen anderen somit, dass das neue Jahr ein gutes Jahr werden möge. „Prosit“ – wie auch das im Laufe der Zeit etwas verkürzte, eingedeutschte „prost“ – geht auf das lateinische Verb „prodesse“ zurück; wörtlich übersetzt heißt es, „er/sie/es möge nützen, zuträglich sein“.

Deike

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Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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