Schöpfung
Bruder Sonne
- Durch das Zusammenleben mit Tieren lernen Kinder schon früh, Empathie und Verantwortung zu entwickeln.
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Sonnengesang. Loblied auf Gottes Schöpfung.
Das heurige Jahr steht unter dem Zeichen des heiligen Franz von Assisi. Genauer gesagt unter dem 800. Jahrestag des sogenannten „Transitus“ (lat. „Hinübergang“), dem Todestag dieses bedeutenden Mannes. Er gilt als Patron für Blinde, Lahme, Arme, Schiffbrüchige, Strafgegangene und SozialarbeiterInnen und wird ebenso als Vermittler zwischen den unterschiedlichen Religionen gesehen.
Den meisten ist er als Schutzpatron der Tiere bekannt. Laut Legende zähmte er einen wilden Wolf, der im Dorf Gubbio für Angst und Schrecken sorgte (siehe Mutworte, Seite 17). Franziskus beeindruckt bis heute durch seine radikale Einfachheit, seine tiefe Gottesverbundenheit und seinen respektvollen Blick auf jedes Geschöpf.
Besonders wertvoll ist die Überlieferung des „Sonnengesang“. Liest man sich die Zeilen des aus dem 13. Jahrhunderts stammenden Lobliedes durch, darf man in jeder Strophe die tiefe Verbundenheit Franziskusʼ zur Schöpfung erfahren.
Besonders jetzt im Herbst, wenn in unseren Pfarren die Erntedankfeste gefeiert werden, machen seine Worte über Mutter Erde („die uns ernährt, erhält und Früchte trägt“) deutlich, dass wir Menschen sorgsam mit der Schöpfung umgehen müssen.
Mit den Worten „Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens …“ beginnt das „Gebet des Friedens“, das Brücken bauen möchte und einen wichtigen Hinweis zum Verstehen untereinander liefert: Hören!
Sarah Knolly
Tierschutz geht uns alle an
Tierschutz ist kein bloßes moralisches Ideal, sondern eine tägliche Verantwortung für unsere Gesellschaft. Er zeigt sich auf vielen Ebenen:
Im Alltag: durch die artgerechte Haltung, Pflege und Ernährung unserer eigenen Haustiere.
Als Konsumenten: durch den bewussten Verzicht auf Produkte aus industrieller Massentierhaltung oder auf Kosmetika, die an Tieren getestet wurden.
Im Naturschutz: durch den Erhalt von natürlichen Lebensräumen, damit auch Wildtiere eine sichere Zukunft
haben.
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Und wir mittendrin
Toni Fiung
Tyrolia Verlag
Ein Kind verändert alles – nicht nur den Alltag, sondern auch die Beziehung. Die Rollen verschieben sich, die Zeit wird knapp, und oft bleibt das „Wir“ auf der Strecke. Was passiert mit der Partnerschaft, wenn Nähe fehlt, Gespräche versiegen und beide nur noch funktionieren? Das Buch des Theologen Toni Fiung begleitet Eltern durch die Übergänge, die das Leben mit Kindern mit sich bringt.
Nachgedacht
Welttierschutztag
Dass wir am 4. Oktober den Welttierschutztag feiern, geht auf eine Initiative des deutschen Schriftstellers Heinrich Zimmermann aus dem Jahr 1924 zurück. Die Vermeidung von Tierleid war ihm ein großes Anliegen. Nach jahrelangem Einsatz wurde sein Antrag 1931 beim internationalen Tierschutzkongress in Florenz angenommen. Seither wird der 4. Oktober weltweit als Welttierschutztag begangen.
Das Datum wurde bewusst gewählt, da es der Gedenktag des heiligen Franz von Assisi ist. Für ihn waren alle Geschöpfe Teil von Gottes Schöpfung und verdienten Achtung und Respekt.
Ich persönlich verbinde damit auch den Bibelvers „Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!“ (Markus 16,15). Gottes Schöpfung umfasst alle Lebewesen – man kann nicht Menschen die frohe Botschaft freudestrahlend verkünden, während man andere Geschöpfe (die Tiere) schrecklich behandelt.
Es gibt viele Menschen, die ihre Zeit dem Tierschutz widmen und sich mit viel Herz um Tiere kümmern, die kein Zuhause haben. Nicht nur jetzt, aber ganz besonders am Welttierschutztag: Ein herzliches Vergelt’s Gott für Euren Einsatz!
Sarah Knolly
Diözesane Referentin für Diakonie & Gemeinschaft, Dipl. Erwachsenenbildnerin und dreifache Mama.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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