Familie
Armut beseitigen

Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (das Projekt Alleinerziehende der Diözese ist Mitglied) fordert neben dem Ausbau flexibler Betreuungsangebote, die in Krisen schnell helfen, auch die Anerkennung der Leistung von Alleinerziehenden. | Foto: pixabay
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  • Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (das Projekt Alleinerziehende der Diözese ist Mitglied) fordert neben dem Ausbau flexibler Betreuungsangebote, die in Krisen schnell helfen, auch die Anerkennung der Leistung von Alleinerziehenden.
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Aktionstag gegen leere Teller und kalte Wohnungen.

Der Internationale Tag zur Bekämpfung der Kinderarmut wird jedes Jahr am 17. Oktober begangen. Dieser Tag fällt mit dem Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut zusammen und soll besonders auf die Situation von Kindern aufmerksam machen, die unter Armut leiden. Ziele dieses Aktionstags sind die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Lebensrealität armutsbetroffener Kinder, Forderung nach politischen Maßnahmen, um Kinderarmut nachhaltig zu bekämpfen und auch die Stärkung von Initiativen, die sich für betroffene Familien einsetzen.

Kinder in Armut leiden häufig unter schlechteren Wohnbedingungen, gesundheitlichen Problemen und eingeschränkter sozialer Teilhabe. Sie haben weniger Zugang zu Bildung, Freizeitaktivitäten und gesunder Ernährung. Somit kann sich Armut langfristig auf die psychische und physische Entwicklung auswirken.
Erfahrungsgemäß steigt die Armutsgefährdung im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit, prekärer Beschäftigung, Alleinverantwortung in der Kindererziehung, mit Migrationserfahrungen oder chronischen Krankheiten in der Familie. Organisationen wie die Caritas, Volkshilfe oder die Österreichische Plattform für Alleinerziehende fordern daher: höhere Sozialleistungen und gezielte Unterstützungsmaßnahmen für armutsgefährdete Familien; verbesserte Bildungs- und Betreuungsangebote; eine stärkere politische Priorisierung des Themas Kinderarmut.

Kinderarmut

Zahlen und Fakten zur Kinderarmut (2024):
• 79.000 Kinder und Jugendliche leben in Österreich in absoluter Armut. Das bedeutet, sie haben keinen Zugang zu lebensnotwendigen Dingen wie ausreichend Nahrung, Kleidung, Heizung oder Wohnraum.
• Insgesamt sind 1,53 Millionen Menschen in Österreich armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – das entspricht 16,9 % der Bevölkerung.
• Die Armutsgefährdungsschwelle liegt bei 1.661 Euro monatlich für einen Einpersonenhaushalt.
• Besonders betroffen sind Kinder unter 15 Jahren in Alleinerzieher-Haushalten oder solchen mit niedriger Erwerbsintensität.

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Der Schatz im Kinderzimmer

Steve Heitzer
Tyrolia Verlag

Steve Heitzer ermutigt Erziehende, sich auf die kindliche Welt ganz einzulassen. Anschaulich erzählt er Beispiele aus seiner Erfahrung als Pädagoge und Vater. Durch scheinbares „Nichts-Tun“, durch achtsames Hinschauen im Alltag mit Kindern, werden verschiedene Sichtweisen und Bedürfnisse klar, kommen Konflikte und manchmal Lösungswege ans Licht. Nicht alles „im Griff“ haben zu müssen, entlastet enorm.

Nachgedacht

Ist die Brille kaputt, wird es eng

Ich lebe mit meinen zwei Kindern in einer 50 m²-Wohnung. Die Miete inkl. Betriebskosten ist ok, aber der Platz ist knapp. Die Kinder teilen sich ein Zimmer, ich schlafe im Wohnzimmer
auf einer ausziehbaren Couch. Daher gibt es zwar kaum Privatsphäre, aber wir machen das Beste daraus.
Mein monatliches Einkommen beträgt rund 1.350 Euro: Ein Teil davon ist aus meinem Teilzeitjob im Büro, dazu kommen Familienbeihilfe und Unterhaltsvorschus s. Nach Abzug der Fixkosten – Miete, Strom, Internet, Versicherung – bleiben etwa 400 Euro für Lebensmittel, Kleidung, Schulsachen und alles andere. Ich plane meine Ausgaben genau, kaufe fast nur beim Hofer ein und nutze Flohmärkte und Tauschgruppen fürs Einkaufen von Kleidung und Spielsachen.

Unsere Freizeit verbringen wir auf dem Spielplatz oder mit dem Hund der Nachba-rin. Meine ältere Tochter liest viel, daher gehen wir in die Stadtbibliothek. Ich versuche, monatlich 30 bis 50
Euro zur Seite zu legen, oft reicht es aber nicht. Wenn etwas Unerwartetes passiert – kaputte Brille, Zahnarzt, Schulausflug – wird’s eng. Meine Kinder und ich halten zusammen; ich versuche ihnen zu zeigen, dass man auch mit wenig ganz gut auskommen kann.

Manuela, Mutter von Sarah und Julia

Foto: Symbolbild/pixabay

Die Österreichische Plattform für Alleinerziehende (das Projekt Alleinerziehende der Diözese ist Mitglied) fordert neben dem Ausbau flexibler Betreuungsangebote, die in Krisen schnell helfen, auch die Anerkennung der Leistung von Alleinerziehenden. | Foto: pixabay
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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