In unserer Diözese
Franziskanisches Wirken
- Franziskanerinnen „in ihrem Element“ – Festakt mit 600 Schülerinnen und Schülern zum 150-Jahr-Jubiläum der franziskanischen Bildungseinrichtungen in Amstetten.
- Foto: Wolfgang Zarl
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Das franziskanische Wirken in der Diözese St. Pölten blickt auf eine über 550-jährige, bewegte Geschichte zurück. Bis heute prägen die Ordensbrüder der Franziskaner (OFM) das spirituelle und pastorale Leben in St. Pölten mit. Die Franziskaner kamen ursprünglich durch die Predigttätigkeit des heiligen Johannes Kapistran nach St. Pölten. Sie erhielten eine Kapelle und ein Grundstück an der Wienerstraße, wo 1507 die erste Klosterkirche geweiht wurde. Im Zuge der josephinischen Reformen drohte dem Kloster die Aufhebung. Der erste Bischof der neu gegründeten Diözese St. Pölten, Johann Heinrich von Kerens, verhinderte dies jedoch. Er wies den Franziskanern 1785 das kurz zuvor aufgehobene Karmeliterkloster am Rathausplatz zu und übergab ihnen die neu errichtete zweite Stadtpfarre. Das alte Klostergebäude an der Wienerstraße diente als Priesterseminar der Diözese.
Das Zentrum des Ordenslebens in der Diözese bildet das Kloster St. Pölten mitsamt der Franziskanerkirche. Die Gemeinschaft besteht aus Ordensbrüdern der Krakauer Franziskanerprovinz. Zu den Schwerpunkten zählt die Betreuung der Franziskanerpfarre St. Pölten. Neben klassischen Messen prägen regelmäßige eucharistische Anbetungen und Beichtgelegenheiten den Alltag.
Anlässlich des Todestages des heiligen Franziskus vor 800 Jahren ist das Jahr 2026/2027 als außerordentliches Franziskusjahr ausgerufen, was der Pfarre eine zusätzliche spirituelle Dynamik verleiht.
Weitere Franziskaner-Patres wirken im Pfarrverband Behamberg – Haidershofen – Vestenthal (P. Georg Bakowski OFM), in Zwettl (P. Janusz Wróbel OFM) sowie als Kroatenseelsorger (P. Ilija Mijatovic OFM).
Große Wirkkraft der
Franziskanerinnen
Die Franziskanerinnen in der Diözese St. Pölten prägen das westliche Niederösterreich seit Generationen durch ihr Wirken in den Bereichen Bildung, soziale Fürsorge und Seelsorge. Die mit Abstand bedeutendste Gemeinschaft der franziskanischen Ordensfrauen in dieser Region sind die Franziskanerinnen von Amstetten (auch bekannt als Schulschwestern vom Dritten Orden des heiligen Franziskus). Das spirituelle und organisatorische Zentrum bildet das Kloster Amstetten mit der denkmalgeschützten Klosterkirche der Schulschwestern. Von hier aus steuern die Schwestern ihre pastoralen Aktivitäten, Exerzitien und Jugendinitiativen. Große Bekanntheit erlangte der Standort durch seine Bildungseinrichtungen (Schulen und Kindergärten).
Neben dem Mutterhaus in Amstetten gibt es Niederlassungen in Langenlois, St. Pölten, Hainstetten, Waidhofen/Ybbs und Zwettl.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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