Festmesse im St. Pöltner Dom
Kirche feierte "Sonntag der Völker"
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Bunt, mehrsprachig und voller Lebensfreude: Am 27. September ging es in Österreichs katholischen Gottesdiensten spürbar internationaler zu als sonst. Die Kirche beging den „Sonntag der Völker“, der mit dem 112. Welttag der Migranten und Flüchtlinge zusammenfiel.
Im St. Pöltner Dom feierten Dompfarrer Josef Kowar, P. Ilija Mijatovic OFM sowie Diakon Peter Leichtfried die Festmesse gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen aus der philippinischen, nigerianischen, brasilianischen und polnischen Gemeinschaft.
Während der Liturgie wurden mehrere Teile der Heiligen Messe in verschiedenen Sprachen gesprochen. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich der gemeinsame Auszug der Volksgruppen. Die anschließende Agape mit länderspezifischen Schmankerln bot Raum für Begegnungen über kulturelle Grenzen hinweg. Dabei wurde einmal mehr sichtbar, wie sehr Migrantinnen und Migranten die Vielfalt innerhalb der katholischen Kirche bereichern. Mit dem „Sonntag der Völker“ will die Kirche zeigen, wie wichtig ihr alle Menschen sind – egal welcher Herkunft.
Neuer Fremdsprachen-Seelsorger
Während des Gottesdienstes stellte sich zudem Diakon Peter Leichtfried vor. Er übernimmt die Funktion als diözesaner Seelsorger für die fremdsprachigen Gemeinden von Sepp Gruber, der diese Aufgabe jahrelang mit viel Herz ausgeübt hat. In seiner Predigt betonte Leichtfried, dass es im Leben viele Möglichkeiten gebe, zu teilen – und das keineswegs nur materiell: Ein offenes Ohr oder ehrliches Interesse am Nächsten seien oft wertvoller. Der Diakon erinnerte auch an die Nöte von Menschen auf der Flucht oder von Personen, die mit Depressionen kämpfen. Gerade die bewusste Begegnung mit Mitmenschen könne in solchen Krisen Halt und Hilfe bieten.
Das diesjährige Motto des Welttags wurde von Papst Leo XIV. vorgegeben und lautete „Auch nur eines dieser Kinder“. Es greift eine Passage aus dem Matthäusevangelium auf: „Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf“ (Mt 18,5). Damit rückt die Kirche jene Kinder und Jugendlichen in das Zentrum der Aufmerksamkeit, die von den Härten der Flucht und Migration am stärksten betroffen sind.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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