Pfarrer i. R. Johann Streißelberger über sein Hobby
„Wenn ich Schönes erlebe, möchte ich es zeigen“

Pfarrer i. R. Johann Streißelberger zeigt seinen Arbeitsplatz, wo er seine Filme schneidet.
  • Pfarrer i. R. Johann Streißelberger zeigt seinen Arbeitsplatz, wo er seine Filme schneidet.
  • Foto: Wolfgang Zarl
  • hochgeladen von Wolfgang Zarl

„Auch auf über 3.000 Meter hohe Berge habe ich meine Filmkamera und die Ausrüstung mitgeschleppt“, erzählt der pensionierte Pfarrer von Neumarkt und St. Martin, Johann Streißelberger. Das Mitglied beim Alpenverein Neumarkt zeigte danach den Bergkameraden gerne die Aufnahmen. Auf Reisen waren ihm die Kameras wichtige Begleiter, sie führten den heute 81-Jährigen nach Äthiopien oder Nepal. Seine „Filmkarriere“ hat mit der Fotografie begonnen, in den 1960er-Jahren kam das Filmen dazu. Zuerst analog, dann digital. Diese Technik sei ein Riesenfortschrift gewesen, denn anfangs seien seine Aufnahmen oft sehr verwackelt gewesen.

„Ohne das Schneiden bringt alles nix“, so der pensionierte Pfarrer. Anfangs hatte er dazu noch Maschinen, heute Compter. Sein Stufenplan für das Filmemachen lautet: Das oft stundenlange Material sichten, dann auswählen und schneiden und Bilder verbessern. Dazu kommt die passende Musikauswahl und ein Bekannter spricht den Text zu den Filmen. Meist dauert das Prozedere ein paar Monate. Freunde brachten ihm alles bei, Kurse und Schulungen besuchte er nie. Gerne schaut sich Johann Streißelberger Sendungen wie Universum an: Schnitte und Überblendungen beäugt er kritisch, aber er könne dabei viel lernen.

Auch bei zahlreichen Jungscharlagern war die Kamera mit dabei. Wenn die Filme fertig waren, war das Ansehen immer ein Gemeinschaftserlebnis. „,Das bin ja ich‘ haben die Kinder immer gerufen, wenn sie sich entdeckt haben“, erinnert sich Streißelberger. Ob Alpenverein, Jungschar oder Katholisches Bildungswerk: Die Menschen hätten mit seinen Filmen oft viel Freude gehabt, das sei sein Ziel gewesen. „Wenn ich etwas Schönes erlebt habe, dann will ich es immer zeigen.“ In den Jahren hat der Priester viel Filmmaterial angesammelt und es ist für ihn eine schöne Erinnerung, dieses anzusehen.

Gerne filmte der Geistliche den Wechsel der Jahreszeiten. Manches sei heute ein „Zeugnis von früher“ geworden: Etwa die Schneelandschaften, die es immer seltener gebe. Dafür entdeckte er kürzlich ein neues Motiv: Fünf Storche am Kirchturm von Neumarkt. Da holte Johann Streißelberger gleich seine Kamera …

„Mein Hobby“ ist eine Reihe von Kirche bunt, in der außergewöhnliche Talente und interessante Hobbys von kirchlichen Persönlichkeiten vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen