Kapelle zu Ehren der heiligen Dreifaltigkeit
Pöggstall stellt ältestes Kleindenkmal vor

Über 220 religiöse Kleindenkmäler gibt es in der Marktgemeinde Pöggstall. Im Buch „Zeichen am Weg“ sind sie alle beschrieben, berichtet Pfarrmitarbeiter Herbert Neidhart.

Die Dreifaltigkeitskapelle ist das ältes­te erhaltene sakrale Kleindenkmal in der Pfarre Pöggstall. Bereits in der Beschreibung der Grenzen des Messergerichts aus dem Jahr 1701 ist ein „ausgemauertes Creutzs“ bei der Brücke über den Schlehbach erwähnt.

Um 1910 enthielt die Kapelle drei Bilder auf Blech, die die Dreifaltigkeit, die heilige Magdalena und den heiligen Johannes von Patmos zeigen. 1935 wurde die Kapelle renoviert. Der Wiener Maler Otto Homolatsch schmückte das Bauwerk mit Fresken der Dreifaltigkeit und Christus am Kreuz aus und es wurde ein kunstvoll geschmiedetes Gitter eingesetzt. Bei der Renovierung im Jahr 1981 wurde die verblasste Kreuzigungsdarstellung übermalt und ein Marienbild angebracht.

2016 restaurierte man das unter Denkmalschutz stehende Objekt fachkundig. Dabei wurden auch Teile einer alten Malerei („Geißelung Christi“) freigelegt. Mit der Segnung des alten schmiedeeisernen Kreuzes, das die Kapelle bekrönt, und eines neuen Kreuzes in der Rundbogennische fand die Restaurierung 2019 ihren Abschluss.

An dieser Kapelle an der Kreuzung der Hauptstraße mit der alten Poststraße und an der Grenze des Messergerichtes zum Marktgericht Pöggstall führte einst der Weg zur Hinrichtungsstätte bei der Galgeneiche auf dem Galgenbühel, einer Anhöhe nordwestlich von Pöggstall, vorbei. Die Kapelle war früher einer jener Orte, wo bei Begräbnissen der Sarg vom Pries­ter erwartet und von dort nach der Einsegnung in die Kirche geleitet wurde.

Bis 1983 diente die Kapelle als Altar bei der Fronleichnamsprozession, nach wie vor findet dort am Palmsonntag die Palmweihe statt.

„Kapellen – Marterl – Kreuze“ ist eine Kirche bunt-Reihe, in der Geschichten von Kleindenkmälern vorgestellt werden.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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