St. Pölten
Singendes, interreligiöses Friedensprojekt
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Vier St. Pöltner Glaubensgemeinschaften – für die katholische Kirche die Katholische Aktion der Diözese St. Pölten, die Džemat Moschee, die Alevitische Glaubensgemeinschaft Cemevi und die Bahá’i Glaubensgemeinschaft – öffneten über mehrere Monate in St. Pölten ihre Türen für Begegnungsworkshops des Projekts „Singende Friedenstaube“, das zum zweiten Mal vom Verein Weltkulturschule durchgeführt und vom Büro für Diversität der Stadt St. Pölten unterstützt wurde.
Die Gruppen brachten spirituelle Lieder ein, welche in den Begegnungsworkshops einstudiert wurden. Ausgewählt wurden die Lieder so, dass sie dem gemeinsamen Nenner der unterschiedlichen Glaubensinhalte entsprechen und folgende Werte ausdrücken: Liebe, Demut, Selbstreflexion, Loslassen des Egos, Einheit in der Vielfalt, Versöhnung, Dankbarkeit, Lobpreis Gottes sowie innerer Frieden als Basis für den äußeren Frieden. Gesungen wurde auf Deutsch, Türkisch, Bosnisch, Englisch und Spanisch. Begleitet wurden die Lieder von Instrumentalisten der Glaubensgemeinschaften.
Kurze Dialogkreise umrahmten die Workshops. Die Teilnehmenden konnten dabei ihre persönlichen Erfahrungen zum Ausdruck bringen, wie Frieden für sie im Alltag möglich ist und wie sie das gemeinsame Singen erlebt haben. In der Pause stellten die Religionsgemeinden den Gästen ihre Einrichtung und Religion vor.
Zum Abschluss kamen im Saal der Begegnung über 50 Workshop-Teilnehmende und weitere Gäste beim öffentlich zugänglichen Mitsingkonzert zusammen und sangen die einstudierten spirituellen Lieder und Lobgesänge. „Es war wie ein gemeinsames Gebet, das auf einer tiefen Seelenebene berührte und über religiöse Grenzen hinweg vereinte“, heißt es von der Katholischen Aktion St. Pölten.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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