Mit 70 Pfarren und kirchlichen Einrichtungen
"Lange Nacht der Kirchen" in der Diözese St. Pölten
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
An die 300.000 Besucherinnen und Besucher haben nach Schätzungen auch heuer wieder an der "Lange Nacht der Kirchen" teilgenommen. Unter dem Motto "MUTeinander" öffneten am Freitagabend rund 600 Kirchen und kirchliche Einrichtungen verschiedener Konfessionen bis in die späten Nachtstunden ihre Türen und Tore und luden zu insgesamt 1.700 Veranstaltungen bzw. Programmpunkten. Das gute Wetter tat ein Übriges. In der Diözese St. Pölten beteiligten sich 70 Pfarren und kirchliche Einrichtungen!
Die Besucherinnen und Besucher der Kirchennacht erwartete erneut ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Diskussionen, besonderen Führungen, sozialen Initiativen, Performances und spirituellen Angeboten - bei freiem Eintritt und ohne Anmeldung bei den meisten Veranstaltungen. An der ökumenischen Großveranstaltung nehmen stets alle im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen teil.
Inspiriert von der biblischen Erzählung des blinden Bartimäus ("Fasse Mut, steh auf!") lud die "Lange Nacht" dazu ein, gemeinsam ins Gespräch zu kommen, Neues zu wagen und gesellschaftliche Herausforderungen nicht allein zu bewältigen.
Einige Highlights aus der Diözese St. Pölten, wie "Kirche bunt" berichtet:
Neumarkt: Gottesdienst im syro-malabarischen Ritus in Neumarkt/Ybbs mit Dechant Toice Stephen
Museum am Dom: Kostenloser Besuch der aktuellen Ausstellungen.
Stift Göttweig: inklusive Angebote wie Führungen in Gebärdensprache im Stift Göttweig
Turmführungen (z.B. Ober-Grafendorf): Besondere Führungen und Einblicke auf den Kirchenturm hl. Josef.
Tulln: Die „Reise durch die spirituellen Räume Tullns“ im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen fand am 29. Mai statt. Das zentrale Thema lautet "Die Kirche ist weiblich" und wurde von den fünf größten Religionsgemeinschaften Tullns gestaltet.
Maria Taferl: Interessante historische Protokolle zu Wunderbefragungen wurden gezeigt, sowie Schenkungsurkunden zur Finanzierung der Basilika
St. Pölten-Maria Lourdes: Im Gedenken an den Künstler Robert Herfert, dessen Geburtstag sich heuer zum 100. Mal jährt, führte dessen Sohn Andreas durch die Kirche Maria Lourdes in St. Pölten, deren Glasfenster von Robert Herfert stammen.
KPH St. Pölten: Weihbischof Anton Leichtfried beleuchtete auf anschauliche Weise die Geschichte und Kunst der Kapelle im ehemaligen Priesterseminar, heute KPH (Kirchliche Pädagogische Hochschule).
In Waidhofen/Thaya wurde mit einer Kinder-Maiandacht in die „Lange Nacht der Kirchen“ gestartet. Zum Thema „Marias Schutzmantel“ wurde den Kindern vermittelt, dass Maria als schützende und fürsorgliche Mutter gilt und dass der Schutzmantel symbolisch für Geborgenheit, Trost und Schutz steht.
Stiftsfrauen im Stift Melk: Bei diesem Projekt erzählten ca. 20 Frauen zwischen 25 und 80 Jahren, mit unterschiedlichen Berufen und Glaubenserfahrungen über ihr Leben und ihren Glauben - in Verbindung mit einem markanten Platz im Kirchenraum. Jede Stiftsfrau, - am Schal zu erkennen, - hat sich ihren persönlichen Platz in der Kirche gesucht, mit dem sie eine Geschichte verbindet. Sie erzählen ihre persönlichen Bezüge zu ihrem bedeutsamen Platz, und geben Einblick in ihr Leben, ihren Glauben, ihre Spiritualität. Die Besucherinnen und Besucher waren eingeladen, zuzuhören und auch nachzufragen. Bei dieser rund 1,5- stündigen Veranstaltung besteht die Möglichkeit zwischen den Stationen zu wechseln und so mehrere „Stiftsfrauen" und deren Geschichten kennenzulernen.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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