Mit Messe im Petersdom
Papst startete „Weltsynode“

Gottesdienst zum Beginn der Weltsynode am 10. Oktober im Petersdom.
  • Gottesdienst zum Beginn der Weltsynode am 10. Oktober im Petersdom.
  • Foto: Stefano Spaziani/Romano Siciliani/KNA
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Mit einer Messe im Petersdom gab Papst Franziskus am Sonntag, 10. Oktober, den Startschuss für die Weltsynode. Am 17. Oktober beginnt weltweit die diözesansynodale Phase, in der Papst Franziskus alle Getauften ansprechen will.

Ziel des auf gut zwei Jahre angesetzten mehrstufigen Prozesses ist ein anderer Umgangsstil in der Kirche. „Alles ändert sich, wenn wir zu echten Begegnungen mit Gott und untereinander fähig sind. Ohne Formalitäten, ohne Täuschung, ohne Tricks“, so der Papst in seiner Predigt im Petersdom.

Als drei wesentliche Fä­hig­keiten für den geplanten synodalen Weg nannte Franziskus „begegnen, zu­hören und unterscheiden“. Es gehe nicht darum, „Veranstaltungen zu organisieren oder theoretische Überlegungen zu Problemen anzustellen“. Viel wichtiger sei es, sich Zeit zu nehmen, um Gott zu begegnen und die Begegnung untereinander zu fördern. Am Ende eines echten Dialogs „sind wir nicht mehr dieselben wie vorher, wir haben uns verändert.“ Gleichzeitig warnte Franziskus davor, sich aus Angst vor Unbekanntem in Ausreden zu flüchten wie „Das ist nicht nötig“ oder „Das hat man schon immer so gemacht“. Vor allem für Seelsorger und Verkündiger sei es eine „vielleicht mühsame Übung, zu lernen, einander zuzuhören (...) und dabei künstliche und oberflächliche Antworten zu vermeiden“. Die Synode bezeichnete Franziskus als „Weg der geistlichen Unterscheidung, die in der Anbetung, im Gebet und im Kontakt mit dem Wort Gottes stattfindet“.

Am 17. Oktober erfolgt der Auftakt auf Ebene der Diözesen. In einer gemeinsamen Erklärung haben Österreichs Bischöfe dazu aufgerufen, sich am weltkirchlichen synodalen Prozess zu beteiligen. „Lassen wir uns weder lähmen noch hetzen, sondern machen wir uns gemeinsam auf den Weg“, betonen die Bischöfe in ihrem Schreiben. Das Ziel sei eine Kirche, „die innerhalb einer verunsicherten, vielfach verwundeten Zeit und Gesellschaft besser als bisher Gemeinschaft aufbauen kann, Teilhabe ermöglicht und ihre Sendung im Sinne der Frohbotschaft Jesu mit neuer Freude lebt“.

In der Diözese St. Pölten wird am 17. Oktober zur Eröffnung der Weltsynode in den Gottesdiensten ein Impuls von Bischof Alois Schwarz verlesen (siehe dazu das „Einladende Wort“ auf Seite 3). Wie berichtet wurde in unserer Diözese ein Synodalteam um Generalvikar Christoph Weiss und Referatsleiterin Ursula Hirsch errichtet. Alle Informationen, digitale Arbeitsmaterialien sowie Videoimpulse sind ab 16. Oktober auf der Website www.aufsendung.at abrufbar. Einzelmeldungen oder Anliegen können ab 16. Oktober an die E-Mailadresse aufsendung@kirche.at geschickt werden.

Die Diözese St. Pölten wird die von Papst Franziskus vorgegebenen Begriffe für die Weltsynode mit diözesansynodalen Etappen mitbegleiten: So steht die erste Etappe ganz im Zeichen der „Gemeinschaft“. Nach dem Hochfest Erscheinung des Herrn ab 9. Jänner 2022 auf Ostern zu wird das Thema „Teilhabe“ in den Fokus gerückt; die dritte Phase in der Zeit auf Pfingsten zu wird unter dem Motto „Sendung“ stehen.
Mit einem adaptierten Gebet des heiligen Isidor von Sevilla (560-636) soll in der Diözese St. Pölten der Heilige Geist angerufen werden, in uns zu wirken, damit wir uns als Gemeinschaft verstehen und die Gnade Gottes empfangen. Dieses Gebet finden Sie auf Seite 11 dieser Ausgabe.

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Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt

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