Franziskanerinnenkloster Amstetten
Ordensgemeinschaften feierten Tag des geweihten Lebens

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In Österreich leben und wirken laut aktuellen Daten rund 4.100 Ordensleute, zwei Drittel sind Ordensfrauen und ein Drittel sind Ordensmänner. Weltweit gibt es etwa 900.000 Ordensleute. In der Diözese St. Pölten sind es 185 Ordensfrauen und 92 Ordensmänner, verteilt auf 14 bzw. 8 Niederlassungen.

Weltweit feiern Ordensleute den 2. Februar, das Fest der Darstellung des Herrn, seit dem Jahr 1997 als Tag des geweihten Lebens. Die Franziskanerinnen von Amstetten luden weitere Ordensgemeinschaften aus dem Diözesangebiet zu dem Festtag ein (siehe Bilder).

Nach einer von der Schwestergemeinschaft Ancillae Domini gestalteten Anbetung feierten die Ordensleute, es waren vornehmlich Frauen, eine Festmesse in der Klosterkirche, die Pfarrer Peter Bösendorfer und P. Bernhard Maier zelebrierten. Auch der St. Pöltner Bischofsvikar P. Antonio Sagardoy kam nach Amstetten. Als Höhepunkt erneuerten die Ordensleute ihre Lebensweihe und führten mit den Gläubigen eine stimmungsvolle Lichterprozession durch.

Armut, Gehorsam, Keuschheit

Gastgeberin und Generaloberin Sr. Franziska Bruckner sagte: „Wir feiern den Tag des geweihten Lebens, um uns bewusst dem Leben in Armut, Gehorsam und Keuschheit zu stellen. Wir feiern miteinander, um uns zu bestärken in unserem Leben nach dem Evangelium in unseren je eigenen Formen der Nachfolge. Heute haben wir bewusst unsere Lebensweihe wieder erneuert vor Gott und voreinander im Rahmen der heiligen Messe. Und wir haben uns bei der Agape ausgetauscht und uns gegenseitig ermutigt für den Weg als glaubende und hoffende Christinnen und Christen.“

Mit Jesus Dunkelheit durchbrechen

Pfarrer Bösendorfer erinnerte an die Bedeutung des Lichts, die uns heute oft nicht mehr bewusst sei wie früher, da heute praktisch alles beleuchtet sei. Aber Finsternis könne eine ernsthafte Bedrohung darstellen, das wüssten z. B. Bergwanderer gut. Auch jetzt gebe es angesichts der zahlreichen Krisen und Kriege viel an Dunkelheit. Jesus habe sich im Neuen Testament selbst als „das Licht der Welt“ bezeichnet, damals war das eine symbolträchtige Aussage. Es stelle sich, so Bösendorfer, die Frage, ob wir Licht in die Welt bringen können: „Als Christen bekennen wir uns zu Jesus und wollen Licht die Dunkelheit tragen.“

Aktuell gibt es 192 Ordensgemeinschaften in Österreich – davon 105 weibliche und 87 männliche Ordensgemeinschaften. Das vielfältige Wirken der Orden zeigt sich u. a. in deren Engagement, wie in der Pfarrseelsorge, bei Angeboten für geistliche Begleitung, in den 23 Ordenskrankenhäusern, 38 Pflegeeinrichtungen und mehreren Kur-, Gäste- oder Exerzitienhäusern. Ferner besuchen 52.000 Schülerinnen und Schüler die 191 Ordensschulen in Österreich, 5.187 davon in der Diözese St. Pölten.

Autor:

Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt

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