Kath. Familienverband würdigte damit Großeltern
Erster Anna und Joachim-Kirtag schöner Erfolg
- hochgeladen von Wolfgang Zarl
Beim ersten „Anna und Joachim-Kirtag“ im St. Pöltner Dom predigte Prof. Josef Spindelböck, Geistlicher Assistent des Katholischen Familienverbandes der Diözese St. Pölten, über die Berufung der Großeltern als Zeugen des Glaubens. Im Mittelpunkt standen die Großeltern Jesu, die Weitergabe des Glaubens innerhalb der Familie sowie die Bedeutung eines liebevollen Miteinanders der Generationen.
„Anna und Joachim-Medaillen“
Peter Pitzinger, Vorsitzender des Katholischen Familienverbandes, zeigte sich hocherfreut, dass der Dom voll war. Das generationenübergreifende Zusammenleben sei ein Zukunftsthema. Viele Großeltern und deren Enkelkinder nutzten beim Gottesdienst die Gelegenheit, sich gemeinsam segnen zu lassen (Bild oben li.). Nach der Messe wurden speziell gefertigte und gesegnete „Anna und Joachim-Medaillen“ an Großeltern vergeben (Bild oben re.). Danach lud der Familienverband zu einem Kirtag mit Spiel- und Schminkmöglichkeiten, Speisen und Eis.
Vorbild für Glaubensweitergabe
In seiner Predigt zum Welttag der Großeltern stellte Prof. Spindelböck die heiligen Joachim und Anna als Vorbilder eines lebendigen Glaubens und des Miteinanders der Generationen vor. Als Eltern Mariens und Großeltern Jesu seien sie Sinnbild dafür, wie der Glaube in der Familie weitergegeben wird. Ausgehend vom Leitwort „Ich vergesse dich nicht“ betonte der Prediger, dass Gott jeden Menschen im Herzen trägt und niemanden vergisst. Gerade ältere Menschen dürften deshalb nicht an den Rand gedrängt oder vergessen werden. In Anlehnung an die Botschaft von Papst Leo XIV. rief er dazu auf, Eltern und Großeltern regelmäßig zu besuchen und die Verbindung zwischen den Generationen bewusst zu pflegen.
Schatz für Enkel durch Großeltern
Besonders hob Spindelböck die Rolle der Großeltern hervor. Sie bewahren einen „reichen Schatz an Glauben, Weisheit und Lebenserfahrung, den sie an Kinder und Enkel weitergeben können“. Ihr Gebet für die Familie sei ein wertvoller Dienst, ebenso ihr persönliches Glaubenszeugnis. Zugleich erinnerte er daran, dass auch die jüngere Generation Verantwortung trägt: Sie soll die Älteren achten und gleichzeitig den eigenen Lebensweg in Freiheit und im Vertrauen auf Gottes Ruf gehen.
Das Gebet der Großeltern ist ein wertvoller Dienst, ebenso ihr Glaubenszeugnis.
Joachim und Anna seien nicht nur Heilige der Vergangenheit, sondern Vorbilder für die Gegenwart. Sie zeigen, wie Glaube, Liebe und gegenseitige Wertschätzung das Zusammenleben der Generationen prägen können. Die Predigt schloss mit der Einladung, Annas und Joachims Fürsprache zu erbitten und den Glauben als kostbaren Schatz in den Familien lebendig zu erhalten. Großeltern bewahren den Schatz des Glaubens und der Lebenserfahrung; in gegenseitiger Wertschätzung der Generationen wird dieser Schatz an Kinder und Enkel weitergegeben und führt zum Reich Gottes.
Autor:Wolfgang Zarl aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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