Niederösterreich | Kirche bunt - Glaube

Beiträge zur Rubrik Glaube

Glaube und Altern
Der Glaube des Alterns, das Altern des Glaubens

Bischof Alois Schwarz schreibt im neu erschienen Buch „Lebenskunst Älterwerden“ über die Ausrichtung des alternden Menschen auf das Leben danach. „Kirche bunt“ veröffentlicht einen Auszug. Der jüdische Philosoph Martin Buber schrieb einmal über das Altern: „Altsein ist ja ein herrlich Ding, wenn man nicht verlernt hat, was Anfangen heißt.“ Der Anfang, von dem Buber spricht, ist auch in der Lebensphase des alternden Menschen eine immerwährende Herausforderung. Damit diese vielleicht letzte...

  • 23.07.25

Heiliger Christophorus
Die ganze Welt auf unseren Schultern

Der heilige Christophorus ist uns heute vor allem als Patron der Reisenden bekannt, doch die Geschichte seiner Verehrung ist auch ein Beispiel für gelebte Solidarität in Christus. Die Fahrzeugsegnung am Christophorussonntag (heuer am 27. Juli), die Christophorusplakette im Auto ... – für viele Gläubige ist der heilige Christophorus dabei, wenn sie sich auf den Weg machen. Sein Name, der aus dem Griechischen übersetzt „Christusträger“ heißt, erläutert bereits, warum wir ihn anrufen, wenn wir gut...

  • 16.07.25

Heilige Bonaventura
Mystisch bleiben!

Einer der bedeutendsten Heiligen feiert am 15. Juli seinen Gedenktag. Der heilige Bonaventura prägte mit seiner Theologie die Kirche und kann uns auch heute noch viel über die Welt sagen. O buona ventura!“ – „Welch glückliches Ereignis!“, soll der heilige Franz von Assisi ausgerufen haben, als der kleine Johannes auf sein Gebet hin von einer schweren Krankheit geheilt wurde. Bonaventura, dieser Name blieb dem jungen Johannes, der zu einem der bedeutendsten Kirchenmänner der Geschichte...

  • 10.07.25

Theodizee-Frage
Warum, Gott?

Der Amoklauf von Graz verschlägt uns die Sprache. Einzig eine Frage tritt aus der sprachlosen Trauer hervor: Wie kann der liebende und gute Gott so etwas zulassen? Als Ijob vom Satan alles genommen wurde – sein Besitz, seine Familie, seine Gesundheit – klagt er Gott an: „Ich schreie zu dir und du antwortest mir nicht; ich stehe da, doch du achtest nicht auf mich“ (Ijob 29,20). Ijob, der Gerechte, der Schuldlose, der seinen Gott nie gelästert hat, ihm widerfährt für ihn unverständliches Unrecht...

  • 20.06.25

Freude - Bestandteil der Pfingsterzählung
Das Pfingstfest und die biblische Freude

Konsum und die Sehnsucht nach dem „Mehr“ führen nicht dazu, dass ein Mensch sich dauerhaft an seinem Leben freut. Freude ist ein Geschenk, eine Haltung und eine Erfahrung, die zu Gott führt, meint die Innsbrucker Theologin Anna Kraml. Darum freute sich mein Herz und frohlockte meine Zunge und auch mein Leib wird in Hoffnung wohnen; […] Du hast mir die Wege zum Leben gezeigt, du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht (Apg 2,26.28). So zitiert Petrus in seiner Pfingstrede den Psalm...

  • 04.06.25

Glaube leben
Zehn Jahre Sozial- und Umwelt-Enzyklika Laudato si’

Vor zehn Jahren veröffentlichte Papst Franziskus seine Sozial- und Umwelt-Enzyklika Laudato si‘. „Kirche bunt“ sprach zum Thema mit Bischof Alois Schwarz, der in der Österreichischen Bischofskonferenz u. a. für Umweltfragen zuständig ist. Die zweite Enzyklika von Papst Franziskus wurde am 24. Mai 2015 veröffentlicht und setzte den Schwerpunkt auf Umwelt- und Klimaschutz. Sie ist seitdem eine wichtige Grundlage für alle, die sich in Kirche und Gesellschaft für eine ökologisch-soziale...

  • 21.05.25
Foto: ORF | Was glaubt Österreich?
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Glaube leben
Das „Universum“ im Alltag

Von Energien, Manifestationen und dem Weg des Vertrauens Eine zentrale Erkenntnis der Studie der Universität Wien „Was glaubt Österreich?“ lautet, dass Österreich bei Weitem keine religionsfeindliche Gesellschaft ist. Vielmehr herrscht eine Art freundliche, aber distanzierte Offenheit gegenüber dem Religiösen vor. Die Theologin Regina Polak präzisiert: Es ist zunehmend nicht mehr der Glaube an einen persönlichen Gott. Dieser wird immer mehr überlagert von der Vorstellung einer „höheren Energie“...

  • 07.05.25

Weltgebetstag um geistliche Berufungen
Kirche bittet um das Gebet

Am Sonntag, 11. Mai, begeht die Kirche weltweit den Weltgebetstag um geistliche Berufungen, informiert das Canisius-Werk. Der Weltgebetstag für geistliche Berufungen geht auf Papst Paul VI. zurück, der ihn 1964 ins Leben rief. Thema betrifft alleIn einer Zeit großer gesellschaftlicher Umbrüche wollte Paul VI. ein starkes Zeichen setzen: Die Kirche sollte nicht nur um neue Berufungen beten, sondern auch das Bewusstsein für die persönliche Berufung jedes Menschen stärken. Seither wird jedes Jahr...

  • 07.05.25

Ostern
Osterbotschaft von Bischof Alois Schwarz

Im kirchlichen Jahreskreis feiern wir Christinnen und Christen immer wieder das Leben. Die Feste im Kirchenjahr laden dazu ein, über das Leben aus unterschiedlichen Perspektiven nachzudenken. Ostern ist ein solches Fest, bei dem wir unser Leben im Blick auf Jesu Leiden, Sterben und Auferstehen als befreiende und hoffnungsfrohe Botschaft jedes Jahr neu entdecken können. Dieses Feiern, dass das Leben stärker ist als das Scheitern, die Zerstörung, die Vernichtung unserer Welt, wird immer...

  • 16.04.25
Auferstehung des Herrn. Bild des Flügelaltares aus der Wallfahrtskirche Maria Laach.  | Foto: wikimedia.commons
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Osterwasser
Ich gieße reines Wasser über euch aus

An mehreren Stellen in der Osterliturgie begegnet uns das Wasser: im Exsultet, den Lesungen, der Taufwasserweihe. Was hat es damit auf sich – warum ist das Wasser zu Ostern so präsent? Es beginnt schon am Gründonnerstag: Jesus Christus wäscht seinen Jüngern die Füße (Joh 13,1-11), mit reinigendem Wasser bereitet er sie auf ihr letztes gemeinsames Abendmahl vor, in dem Christus der Kirche die Eucharistie stiftet und sein Leidensweg beginnt. Am Karfreitag wäscht Pontius Pilatus seine Hände, um...

  • 16.04.25

Hoffnung
Leben kämpft, Leben siegt

Ich kenne zwei kleine Eichenbäumchen, die man unbedacht am Bahndamm in bedrohlicher Nähe eines eisernen Geländers angepflanzt und fortan ihrem Schicksal überlassen hat. Beide wuchsen mit der Zeit gut heran, und es kam, wie es kommen muss, es kam zum Kampf zwischen Baum und Eisen. Die Lust, der Wille, der Mut zum Leben hat sich hier behaupten müssen. Während die Eisenstange dem linken Baum bereits bedrohlich nahe gekommen ist und ihn in eine Krise stürzt, hat der zweite Baum rechts bereits den...

  • 09.04.25

Jugend
Orientierungstage stärken Schulgemeinschaft

Gib nicht auf, steh auf, öffne dein Herz für die Liebe, so durften wir unsere gemeinsamen Orientierungstage im Jugendzentrum Aufbruch im Stift Wilhering unter der Leitung des Priesters Heinz Purrer erleben“, berichtet Sr. Maria Angela Baumgartner über ereignisreiche Orientierungstage der 1. Klasse Fachschule der Marienschwestern vom Karmel in Klein-Erla. Es sei der Ordensgemeinschaft wichtig, den jungen Menschen einen vertieften Zugang zum Glauben zu eröffnen, der sich auch in einem guten...

  • 12.03.25

Wallfahrt
Besondere Rom-Wallfahrt unserer Ehrenamtlichen

Vom 6. bis 10. März pilgerten 75 ehrenamtlich engagierte Menschen aus unserer Diözese, unter ihnen Seniorinnen und Senioren, mit Weihbischof Anton Leichtfried zu den vier Papstbasiliken nach Rom. Höhepunkte waren das Durchschreiten der Heiligen Pforten, das Gebet in den Papstbasiliken und die hl. Messe am Petersplatz. Eine Gruppe mit 75 Teilnehmenden aus der Diözese St. Pölten nahm an der Romwallfahrt zum „Jubiläum der Ehrenamtlichen“ im Vatikan teil. Angeführt wurden die Wallfahrer von...

  • 12.03.25

Fastenzeit
Eine geschenkte Zeit

Ein großes Fest feiert man nicht eben nebenbei und ohne Vorbereitung. So geht es Christinnen und Christen auch vor Ostern: Die 40-tägige Fastenzeit lädt ein, sich Zeit für Gott und für die Nächsten zu nehmen. Gut Ding braucht Weile, heißt es. Das Sprichwort macht auf eine zentrale Einsicht aufmerksam: Wenn man etwas ordentlich machen will, dann sollte man sich dazu Zeit lassen. Wer nur schnell vor sich hin hudelt oder alles nur so nebenbei macht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er die...

  • 05.03.25

Bischof Alois Schwarz
Fastenhirtenbrief

Liebe Schwestern und Brüder! Jedes Jahr rund um den Frühlingsbeginn beginnt im kirchlichen Jahreskreis die Fastenzeit. Diese Wochen der Entlastung dienen einerseits dazu, den Körper von den überschüssigen Kilos zu befreien und andererseits, die Seele mit einem liebevollen und achtsamen Umgang zu bereichern. Den Einstieg dazu kann das Sakrament der Versöhnung ermöglichen. In der Umgangssprache sagen wir dazu auch Beichte. Bedauerlicherweise verbinden viele ältere Menschen dieses Sakrament mit...

  • 05.03.25

Fastentag Aschermittwoch
Warum Fisch?

Egal ob am Aschermittwoch oder am Karfreitag – egal ob als Heringsschmaus oder gebacken: Weil Fleisch tabu ist, gehört zum Fasten der Fisch. Aber warum eigentlich? Der heilige Bischof Ulrich von Augsburg wird meistens zusammen mit einem Fisch dargestellt. Hintergrund dieses Attributs ist folgende Legende: Ulrich saß an einem Donnerstagabend mit einem befreundeten Bischof zu Tisch. Es gab Gans oder Hammel (hier sind sich die Überlieferungen nicht einig) – jedenfalls Fleisch. Die beiden Prälaten...

  • 26.02.25

Fastenzeit für Kinder
Gewinnspiel: Kain und Abel und viele Gefühle

In der Geschichte von den zwei Brüdern Kain und Abel geht es um viele starke Gefühle. Kain ist Ackerbauer, Abel ist Hirte. Beide glauben an Gott und bringen Gott Opfer dar. Eines Tages sieht Gott das Opfer des Abel, das des Kain aber nicht. Da wird Kain eifersüchtig: „Liebt Gott den Abel mehr als mich?“ Die Wut und der Neid werden so stark, dass Kain seinen Bruder tötet. Eine brutale Geschichte! Sie zeigt, wie Menschen in Streit geraten. Wie viel besser wäre es gewesen, zusammenzuarbeiten,...

  • 19.02.25

Freude und Lachen in der Bibel
Freut euch!

Die Freude ist Teil der christlichen Botschaft – das Evangelium selbst ist „Frohe Botschaft“. Doch wie steht es um den Humor? Darf man als Christ lustig sein? Als Nietzsche sagte, das Christentum wäre glaubhafter, wenn die Christen erlöster aussähen, hatte er wahrscheinlich jenes Bild von grießgrämigen und sauertöpfischen Kirchgängern im Sinn, das auch uns möglicherweise nicht gänzlich unbekannt sein mag. Die Ernsthaftigkeit des Glaubens, seiner Botschaft und seinem Anspruch an die Welt und das...

  • 13.02.25

Serie 800 Jahre Thomas von Aquin, Teil 3
Der Meister aller

Am 28. Jänner feierte einer der größten Theologen der Kirche, Thomas von Aquin, seinen 800. Geburtstag. Ihm widmet „Kirche bunt“ die Serie „Doctor Angelicus“. Wenn, wahre Lieb’ entzündend, dir der Glanz der Gnade lacht, der sich durch Liebe mehret ...“ So beginnen die Worte, die der italienische Dichterfürst Dante Alighieri Thomas von Aquin in den Mund legt, als dieser ihm im Paradies der Göttlichen Komödie erscheint. In fiktiver Rede bringt Dante zum Ausdruck, was sich im ersten und zweiten...

  • 06.02.25
Deckenfresko in Mödingen, Bayern: Thomas umgeben von den Kirchenvätern Ambrosius, Augustinus, Hieronymus und Papst Gregor  | Foto: commons.wikimedia
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800 Jahre Thomas von Aquin, Teil 2
Gott, der Ursprung aller Gaben

Am 28. Jänner 2025 feierte einer der größten Theologen der Kirche, Thomas von Aquin, seinen 800. Geburtstag. Ihm widmet „Kirche bunt“ die Serie „Doctor Angelicus“. er wahrscheinlich 1225 im Schloss Roccasecca in Latium im heutigen Italien geborene Thomas von Aquin wurde schon in jungen Jahren als Oblate dem Benediktinerkonvent von Monte Cassino zur Erziehung anvertraut. Er nahm anschließend das Studium der freien Künste in Neapel auf. Dort trat er in den Dominikanerorden ein. Später wurde der...

  • 29.01.25
Ökumenische Gottesdienst in St.Pölten | Foto: Wolfgang Zarl
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Christus im Mittelpunkt
Ökumene: Das uralte Glaubensbekenntnis verbindet die christlichen Kirchen

Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Pöltner Landhauskapelle feierten Christinnen und Christen aus mehreren Konfessionen die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Es ist ein besonderes Jahr für die Ökumene, denn vor 1.700 Jahren fand das Konzil von Nicäa statt, das Epochales geschaffen hat: Es fand Worte für die göttliche Natur Christi und für die Beziehung von Gott-Vater und Gott-Sohn, die bis heute in den allermeisten Kirchen Konsens sind: Im nicänischen Glaubensbekenntnis wird...

  • 22.01.25

Theologie
Vorsehung, Sünde, Freiheit

Am 8. Dezember, heuer am 2. Adventsonntag, feiert die Kirche das Hochfest der unbefleckten Empfängnis Mariä. Dieser Tag ist ein Brückenschlag zwischen der Vorsehung Gottes und dem freien „Ja“ des Menschen, zwischen himmlischer Gnade und irdischer Natur. M an kann schon einmal durcheinanderkommen bei der Vielzahl an Marienfesten. Mariä Lichtmess, Hochfest der Gottesmutter, Mariä Namen, Mariä Himmelfahrt, Mariä Geburt – und dann kommen da noch die kleineren Feste hinzu: Unsere liebe Frau vom...

  • 04.12.24

Freude in der Diözese über die Weihe von Diakonen

Kurienkardinal Kurt Koch, der „Ökumeneminister“ des Vatikans, weihte den Seitenstettner Benediktiner Elias Krexner in Sant´Anselmo, der internationalen Hochschule des Benediktinerordens, zum Diakon. Mit P. Elias, der in Rom Kirchenrecht studiert, empfing auch der Nigerianer P. Victor Ugbeide OSB die Weihe. Die Priesterweihe von P. Elias ist für den 12. Juli 2025 im Stift Seitenstetten geplant. An der Feier in Rom nahmen u. a. Abt Petrus Pilsinger und Prior Laurentius Resch vom Stift,...

  • 04.12.24
Foto: Archiv kirche bunt
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Rapunzel, Bergleute und ein Rabenvater

Der heiligen Barbara gedenken wir vor allem, indem wir am 4. Dezember Kirschzweige in eine Vase stellen und auf ihre Blüte zu Weihnachten warten: Sinnbild für ihr Leben, ihre Patronate und den Advent. Dass die Pädagogik im dritten Jahrhundert so manche Erkenntnis heutiger Erziehungswissenschaften vermissen lässt und Eltern alles in allem etwas weniger einfühlsam zu ihren Kindern gewesen sind, als das heute der Fall ist, ist wohl keine Überraschung. Dass ein Vater seine eigene Tochter umbringt,...

  • 27.11.24

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