Bischof Schwarz
Dürre: Bischof Alois Schwarz ruft zum Gebet auf
- Bischof Alois Schwarz zeigt sich besorgt wegen der Trockenheit und den wirtschaftlichen Belastungen für die Landwirtschaft
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Angesichts anhaltender Trockenheit und erheblicher Ernteausfälle ruft Bischof Alois Schwarz die Pfarren der Diözese St. Pölten zum Gebet für Bäuerinnen und Bauern sowie für alle in der Land- und Forstwirtschaft Tätigen auf. "Hinter den Nachrichten über Niederschlagsmengen, ausgetrocknete Böden und Ernteausfälle stehen Menschen und Familien", so der in der Österreichischen Bischofskonferenz für Landwirtschaft zuständige Bischof in einer Aussendung. Viele sorgten sich um ihre Betriebe und ihre wirtschaftliche Existenz. Gleichzeitig leisteten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensmittelversorgung, zur Pflege der Kulturlandschaft und zum Leben im ländlichen Raum, betonte der St. Pöltner Bischof.
Bischof Schwarz bat die Pfarren, die Sorgen der Land- und Forstwirte in den kommenden Gottesdiensten "besonders vor Gott zu tragen" und um notwendigen Regen, die Bewahrung vor weiteren Schäden sowie um Kraft und Zuversicht zu beten. Eine besondere Gelegenheit dazu biete das Hochfest Mariä Himmelfahrt am 15. August. Die traditionellen Kräutersegnungen sollten heuer auch mit Gebeten für die Landwirtschaft und um Regen verbunden werden.
Die Dürre führe vor Augen, wie kostbar Wasser, fruchtbarer Boden, gesunde Wälder und eine intakte Schöpfung sind, so Schwarz. "Wir danken allen Bäuerinnen und Bauern sowie den Menschen in der Land- und Forstwirtschaft für ihre tägliche Arbeit und ihren Dienst an uns allen." Und weiter: "Gott schenke unserem Land den notwendigen Regen, bewahre unsere Schöpfung und stärke alle, die in diesen Tagen um die Früchte ihrer Arbeit und um ihre Zukunft bangen."
Klimawandel trifft Landwirtschaft hart
Schon vergangene Woche hatte Schwarz gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress angesichts von Hitze, Dürre, Notverkäufen und Futterknappheit seine Solidarität mit den bäuerlichen Betrieben bekundet. Die Landwirtschaft stehe vor "enormen wirtschaftlichen Herausforderungen und den Folgen des Klimawandels" und brauche deshalb faire Rahmenbedingungen und Wertschätzung.
Trotz der Belastungen sorgten Landwirtinnen und Landwirte täglich für die Versorgung mit hochwertigen und regionalen Lebensmitteln, so Schwarz. Besonders bäuerliche Familienbetriebe zeigten, dass eine "klimaangepasste und nachhaltige Landwirtschaft möglich" sei. Sie bewirtschafteten ihre Felder mit Weitblick und dächten "nicht in Quartalen, sondern in Generationen". Ihr verantwortungsvolles Handeln sei "ein wertvoller Dienst an unserer gemeinsamen Zukunft
Die Landwirtschaft stehe vor „enormen wirtschaftlichen Herausforderungen und den Folgen des Klimawandels“, so Schwarz. Landwirte sorgen dennoch täglich für die Versorgung mit hochwertigen und regionalen Lebensmitteln. Besonders bäuerliche Familienbetriebe zeigten, dass eine „klimaangepasste und nachhaltige Landwirtschaft möglich“ sei. Sie würden „nicht in Quartalen, sondern in Generationen“ denken. Und weiter: „Dieses verantwortungsvolle Handeln ist ein wertvoller Dienst an unserer gemeinsamen Zukunft.“
Der Beitrag der Bauern gehe über die Lebensmittelproduktion hinaus, so der Bischof. Die von ihnen gepflegten Wälder, Wiesen und Felder binden Kohlendioxid und tragen durch das Pflanzenwachstum zur Sauerstoffproduktion bei. Land- und Forstwirtschaft leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur Artenvielfalt und zum Wohl der Gesellschaft.
Bischof Alois: „Als Kirche stehen wir an der Seite jener Menschen, die mit ihrer täglichen Arbeit Verantwortung für die Schöpfung übernehmen und unsere Lebensmittelversorgung sichern. Wir wissen zugleich, wie sehr die Landwirtschaft von Gottes Segen abhängt. Deshalb beten wir seit Jahrhunderten um gedeihliches Wetter und sprechen: ,Gott halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern.‘“
Gebet um Regen
(Römisches Messbuch)
„Gott, in dem wir leben, uns bewegen und sind, schenke uns den Regen, den wir brauchen. Gib uns in dieser Zeit das Notwendige, damit wir umso zuversichtlicher nach den ewigen Gütern streben.
Durch ihn, Christus, unseren Herrn. Amen.“
Autor:Kirche bunt Redaktion aus Niederösterreich | Kirche bunt |
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