Außergewöhnliche Drillingsgeburt im St. Josef Krankenhaus Wien
Nicht eins, zwei, sondern drei

Das Mädchen Victoria und die beiden Buben Vivian und ­Vincent wurden Ende November auf natürlichem Weg geboren. Gemeinsam brachten die Drillinge knapp 6.800 Gramm auf die Waage.
  • Das Mädchen Victoria und die beiden Buben Vivian und ­Vincent wurden Ende November auf natürlichem Weg geboren. Gemeinsam brachten die Drillinge knapp 6.800 Gramm auf die Waage.
  • Foto: St. Josef Krankenhaus_Alek Kawka
  • hochgeladen von Kooperation Kirchenzeitungen

Drillingsgeburten sind selten. Noch seltener sind Drillinge, die ohne Kaiserschnitt auf die Welt kommen. Im St. Josef Krankenhaus in Wien war es möglich.

Eine Drillingsgeburt ohne Kaiser­schnitt ist etwas Besonderes – selbst für das St. Josef Krankenhaus in Wien, das auf möglichst natürliche Geburten setzt. Dort ­brachte ­Cornelia B. Ende 2020 ihre Drillinge ­Victoria, Vivian und Vincent auf natürlichem Weg zur Welt. „Es war ein außergewöhnliches Erlebnis. Die größte Herausforderung war es, jedes der drei Babys während der Geburt zu überwachen, das gestaltet sich bei Zwillingen schon nicht einfach“, erzählt Oberarzt Dr. Christian Altmutter, Facharzt für ­Gynäkologie und Geburtshilfe. Die medizinischen Voraussetzungen für eine Drillings­geburt ohne Kaiserschnitt seien ideal gewesen. „Jedes der drei Kinder war optimal versorgt, die Schwangerschaft verlief ohne Komplikationen und alle drei Babys sind der Schwanger­schaftswoche entsprechend gewachsen“, erklärt Dr. Altmutter. Die Geburt wurde in der 36. Woche eingeleitet.

Keine Routine. Drei Hebammen, drei Ärzte, drei Kinderfachärzte von der Abteilung für Neonatologie und sechs Kinderschwestern waren im Einsatz. Im Raum neben dem Kreißsaal wurde alles für einen Notkaiserschnitt vorbereitet. Dazu kam es aber nicht. Ende November ­wurden das Mädchen Victoria und die Buben Vivian und Vincent auf natürlichem Weg ­geboren. ­Vivian kam als erster auf die Welt, 30 ­Minuten später Victoria, zehn Minuten danach Vincent.
„Unsere Kinder sind auf natürlichem Weg ohne Hormone entstanden, deshalb war mir auch eine natürliche Geburt wichtig. Im St. Josef Krankenhaus haben wir uns bestens aufgehoben gefühlt. Nach der Geburt haben wir ein Familienzimmer bekommen, damit auch mein Mann bei uns sein und übernachten konnte“, sagt die Drillingsmutter Cornelia B.

Ins Leben. Nach zwei Wochen konnten die Eltern mit ihren Drillingen das Spital verlassen. „Es geht uns sehr gut, wir genießen die Zeit miteinander, haben aber auch viel Unterstützung von meiner Mutter“, so Cornelia B. Kuscheln, Füttern und Wickeln bestimmen den Alltag. „Die beiden Buben schreien zur selben Zeit, schlafen aber auch zur selben Zeit. Victoria ist sehr entspannt, sie ist unser Ruhepol. Spazieren zu gehen ist natürlich eine Action, vor allem bis alle drei Babys angezogen sind“, weiß ­Cornelia B. Nachts schlafen die Drillinge das eine oder andere Mal bereits sechs Stunden am Stück. „Sie liegen alle drei gemeinsam in einem Gitterbett. Ich bin mir sicher, dass es sie beruhigt, dass sie sich gegenseitig spüren und atmen hören“, so die Mutter.

Größte Geburtsklinik Österreichs. Von 83.935 Geburten im Jahr 2019 gab es in ganz Österreich 19 Drillingsgeburten, 2020 wurden im St. Josef Krankenhaus Wien 3.893 Geburten betreut – mehr als in jedem anderen ­österreichischen Krankenhaus –, davon 52 Zwillingsgeburten und zwei Drillingsgeburten, eine davon ohne Kaiserschnitt. „Um keine falschen Erwartungen zu wecken: ­Drillinge spontan zu entbinden ist etwas ganz Besonderes und nichts, was man ­routinemäßig macht. Es müssen viele Faktoren stimmen, wobei die Sicherheit von Mutter und Kindern immer im Vordergrund steht“, sagt Dr. Andreas Brandstetter, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe des Ordensspitals. Wesentlich dabei ist, dass die Eltern selbst den Wunsch verfolgen, spontan zu entbinden. Das Kranken­haus muss über genügend Erfahrung bei Spontan­geburten von Zwillingen oder auch von Babys in Steißlage verfügen. Außerdem braucht es die Infrastruktur und Expertise einer Neonatologie, um die ­Kinder bestmöglich zu versorgen. l ­Alexandra Laubner

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