25. Sonntag im Jahreskreis | 20. September 2026
Meditation
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Ernte-Danke
Warum soll ich dankbar sein?“, frage ich das Internet. Die KI-Antwort verblüfft: „Du musst nicht dankbar sein“, steht da als erster Satz. „Dankbarkeit ist keine Pflicht. Die eigentliche Frage ist eher: Was gewinnt man dadurch?“ Dankbarkeit verändere den Blick, steht da. Wer wahrnehme, „was bereits da ist“, empfinde häufiger innere Ruhe. „Gleichzeitig gibt es Situationen, in denen die Aufforderung zur Dankbarkeit unpassend wirken kann. Wer leidet, krank ist oder Ungerechtigkeit erlebt, muss nicht so tun, als sei alles gut. Echte Dankbarkeit verdrängt Schmerz nicht, sondern kann neben ihm existieren.“ Manche Philosophen, so die KI weiter, würden sogar sagen: „Dankbarkeit ist weniger ein Gefühl als eine Perspektive. Man fragt nicht: ‚Habe ich alles, was ich will?‘, sondern: ‚Was habe ich bereits, das ich auch nicht haben könnte?‘“ Dazu passt der Text von Daniela Felber, einer realen Person, die ihrem Dank im Text „Ernte-Danke“ freien Lauf gelassen hat.
Dafür, dass ich heute aufgewacht bin; dass ich ohne starke Schmerzen meinem Alltag nachgehen kann.
Auch wenn mich manches herausfordert: Beruf, Beziehungen, Weltgeschehen: Leben ist Geschenk Gottes. Leben ist meine Chance!
Natur umgibt mich, ernährt mich, erhält mich, erholt mich. Ich bin ein Teil von ihr.
Karotten, Äpfel, Kürbisse bringen wir zum Fest. Heute auch die, die nicht perfekt sind. Denn auch mein Leben ist es nicht immer. Aber:
Es ist gut. Danke.
Daniela Felber,
Pastoralreferentin für den Themenschwerpunkt Schöpfungs-verantwortung der Kath. Stadtkirche Graz
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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