2. Adventsonntag | 10. Dezember 2023
Kommentar

Der Turmbau zu Dubai

In einer Stadt mitten in der Wüste tagt zur Zeit die Weltklimakonferenz. Viele bezweifeln, ob das Emirat, das durch Erdöl reich geworden ist und mit gigantischem Energieaufwand eine Wolkenkratzermetropole in den Sand gesetzt hat, dafür der richtige Ort ist. Zu messen wird sie an den Ergebnissen sein. Aus biblischer Perspektive hat die Wüste ja eine gute Tradition als Ort der Umkehr und Läuterung.

So verkündet der Prophet Jesaja in einer Trostbotschaft für sein Volk: In der Wüste bahnt den Weg des Herrn! Und Johannes der Täufer bezeichnet sich selbst als Rufer in der Wüste. Dorthin sind ihm viele Menschen gefolgt, die sich nach Veränderung gesehnt haben und von seinem einfachen Lebensstil beeindruckt waren. Er hat nicht nur Umkehr gepredigt, sondern sie auch vorgelebt. Der Weg des Herrn ist der Weg des Ausgleichs von Ungerechtigkeiten. Jeder Berg soll sich senken – auch jener auf der Kurve der Treibhausgasemissionen.
Wüste und Verwüstungen erleben wir heute in vieler Hinsicht, sei es in zwischenmenschlichen Beziehungen oder im gesellschaftlichen Diskurs. Gehen wir die geradlinigen Wege, und geben wir dem Geist der Erneuerung Raum!

Der Turmbau zu Babel hat dazu geführt, dass die Menschen einander nicht mehr verstanden haben und aufgehört haben, an einer gemeinsamen Stadt zu bauen. In Dubai – nicht allzu weit weg von Babel – steht heute das höchste Gebäude der Welt. Möge dort die Umkehrung davon gelingen, indem die Delegierten sich auf ein gemeinsames Handeln verständigen, um das allen Menschen gemeinsame Haus unseres
Planeten zu schützen.

Alfred Jokesch

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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