Mit Tieren leben | Geschichten
Unsere Berner Sennenhündin Betty

Zum Verkauf ausgesucht für unsere Enkelsöhne war schon ein anderes Geschwisterchen aus dem Wurf von ihr. Als es zum Abholen ging, lief dem jüngsten Enkel aber ein anderes zu und ließ sich von ihm nicht mehr trennen.
Die Züchterin meinte, obwohl das Ausgesuchte schöner gezeichnet und teurer war, dass man "Betty von der Au", so hieß sie nach der Geburtsurkunde, dem Buben zuliebe doch nehmen sollte. Besonders durch das Lernen in der Hundeschule, wurde sie danach unser aller Liebling. Als mit unseren Enkeln im Kindergarten und in der Volksschule mit ihren Eltern auch Betty oft beim Wandern mitgehen durfte, war sie dabei die stolze Hauptdarstellerin. Dazu kam ihr uralter Hirtenhunde-Stammbaum zum Vorschein, weil sie immer einzeln Gehende zur Gruppe zusammen treiben wollte. Besonders gerne trug sie im Fang ihre Leine und kleine Körbe; auch das Ziehen eines kleinen Wagens oder Schlittens freute sie immer. Sie war auch besonders eine Hüterin des jüngsten Enkels: Sobald er in eine Balgerei verwickelt war, stellte sie sich dazwischen. Unvergesslich sind uns die vielen Erlebnisse mit ihr beim Gehen auf den Wegen in den Feldern und Fluren an einer langen Leine.
Ihre herzerfrischenden Sprünge im Wasser, ihre wilden Überschläge im tiefen Schnee waren einmalig. 
Unbeschreiblich war auch immer ihre große Freude, wenn sich Personen aus unserer  Großfamilie sich dem Gartentor näherten. In ihrer letzten Stunde, als sie schon sterbend, fast leblos dalag und wir auf das Heimkommen des jüngsten Enkels, ihres liebsten Freundes, bange warteten, stemmte sie sich noch einmal mühsam bei seinem Eintritt auf ihre Vorderpfoten, hob den Kopf, schaute ihn mit ihren brechenden Augen an, und verstarb.
Betty durfte, für ihre Rasse  ungewöhnlich lange, 13 Jahre, um uns und mit uns sein. Für dieses prächtige liebe Geschöpf sind wir dem Herrgott sehr dankbar.
In ihrem Grab, mit behördlicher Einwilligung  in unserem Garten, schläft sie nun für uns in der Hoffnung, dass wir sie im Paradiese wiedersehn dürfen.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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