Seelsorgeräume vorgestellt: SL Graz-Mitte
Mittendrin
- Einander Kennenlernen
- Foto: Stefan Magerl
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Der Seelsorgeraum Graz-Mitte liegt, wie der Name eindeutig verrät, im Herzen der steirischen Landeshauptstadt und weist einige Besonderheiten auf.
Ihr Seelsorgeraum aus der Luft betrachtet, was sticht sofort ins Auge?
Pfarrer Matthias Keil, SL: Aus der Luft betrachtet fällt sofort auf, dass es sich bei unserem Seelsorgeraum um reines Stadtgebiet handelt. In diesem Gebiet befindet sich im Zentrum eine größere Grünfläche, der Grazer Stadtpark mit dem Schlossberg, weiters fließt mitten durch unseren Seelsorgeraum die Mur.
Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte in Ihrem Seelsorgeraum?
Keil: Im Seelsorgeraum Graz-Mitte gibt es einige Besonderheiten, vor allem, was die Pfarren und deren Leitung betrifft. Ich bin als Seelsorgeraumleiter nicht der Pfarrer in allen Pfarren, sondern dies sind die Pfarrer vor Ort. Das hat sich dadurch ergeben, dass es einige Pfarren mit Sonderstatus gibt, wie z. B. die Dompfarre, die Stadtpfarre sowie die zwei Ordenspfarren der Franziskaner und der Minoriten. Das Führungsteam des Seelsorgeraumes ist damit beauftragt, die seelsorgeraumweite Zusammenarbeit zu stärken, Synergien zu finden und das Miteinander zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen auf den verschiedenen Ebenen auszubauen.
Wie war der Prozess der Seelsorgeraum-Werdung?
Waltraud Salzger, HBP: Unser Seelsorgeraum ist aufgrund der zahlreichen Pfarren, Ordensgemeinschaften und unterschiedlichen kirchlichen Einrichtungen äußerst vielfältig. Das Zusammenwachsen ist daher ein längerer Weg, auf dem wir schon ein gutes Stück vorangekommen sind. Wesentliche Eckpunkte dafür waren unser Startfest im Herbst 2023 sowie das gemeinsame Erstellen des Pastoralplanes.
Gibt es Pfarrgrenzen-überschreitende Angebote?
Salzger: Wir nennen diese Angebote „seelsorgeraumweite“ Projekte. Diese sind bei uns ein Herzstück des Pastoralplanes, der gerade fertiggestellt wurde. Seelsorgeraumweite Projekte sind: „Wir lernen unseren Seelsorgeraum kennen“, „AndräFoyer – der Umschlagplatz für Gutes“, Kräuterspaziergänge, Wort-Gottes-Feiern, das „X-Fest: party.prayer.mission“ (näheres siehe Blickpunkt, unten), gemeinsame Wallfahrten, eine Kooperation mit dem Studienzweig „Journalismus und Public Relations“ der Fachhochschule Joanneum, Besinnungsnachmittage unter dem Titel „Nahrung für die Seele“ und Initiativen im Citypark.
Die Projekte werden jeweils von mehreren Pfarren, Gemeinschaften oder Einrichtungen getragen. Wir freuen uns sehr darüber, dass das Zusammenwachsen und Zusammenwirken im Seelsorgeraum spürbare Formen annimmt – und wir freuen uns weiterhin über neue Ideen und Initiativen!
Was sind oder waren Herausforderungen in der Verwaltung?
Birgit Haubenhofer, HBV: Da in unserem Seelsorgeraum die wirtschaftliche Führung der Pfarren bei den jeweiligen Pfarrern verblieben ist, unterscheidet sich mein Aufgabenbereich als Handlungsbevollmächtigte für Verwaltung deutlich von dem in anderen Seelsorgeräumen. Meine Hauptaufgaben liegen in der Arbeit mit dem Führungsteam und in der finanziellen Zuständigkeit für das Seelsorgeraum-Budget und die seelsorgeraumweiten pastoralen Projekte.
Wo ist in der Seelsorgeraum-Verwaltung Neues entstanden?
Haubenhofer, HBV: Bei meiner Arbeit mit den Sekretariaten bin ich unterstützend tätig. Die regelmäßigen Austauschtreffen mit den acht SekretärInnen im Seelsorgeraum, wo inhaltliche Fragen zur Verwaltung geklärt werden können oder einfach nur ein kollegialer Austausch stattfinden kann, genieße ich sehr. Es ist schön zu sehen, dass die gegenseitige Unterstützung beim Erlernen von neuen Programmen und bei der Abdeckung der telefonischen Erreichbarkeit bei Urlaub im Kreis der SekretärInnen selbstverständlich ist.
Redaktion: K. Grager
Einander Kennenlernen
Um die zehn sehr unterschiedlichen Pfarren und die weiteren Orte kirchlichen Wirkens den Menschen näherzubringen, entstand 2024 das Projekt „Wir lernen unseren Seelsorgeraum kennen“. Seitdem wurden an 12 Nachmittagen bereits alle Pfarren und zwei Ordenseinrichtungen – wie hier im Bild die Elisabethinen – besucht. Ein Flyer mit dem jeweiligen Jahresprogramm liegt in allen Pfarren auf und ist auch auf der Homepage des Seelsorgeraumes zu finden. Wir freuen uns, dass immer mehr BesucherInnen diese „Kennenlern-Nachmittage“ nutzen, um über die eigenen Pfarrgrenzen zu schauen, nähere Einblicke in kirchliche Einrichtungen zu gewinnen und andere Menschen kennenzulernen.
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Der Umschlagplatz für Gutes
Stell dir folgendes vor: Es gibt einen Ort, wo jede Person willkommen ist, ganz egal, woher sie kommt, was sie anhat, welche Hautfarbe sie hat, welche Sprache sie spricht. Sie sieht Licht und eine offene Tür, drinnen ist jemand, der sagt „Willkommen, setz dich zu uns!“ oder „Schön, dass du da bist!“, sie setzt sich hin und entspannt sich. Sie wird gesehen als Person, gewürdigt als Mensch. Möglicherweise hat sie Talente, die sie einbringen mag, dann wird gestrickt, geplaudert, gekocht, erzählt ... Welches ist dein Lieblingslied? Was ist deine Geschichte? Warum weinst du?
Im Dialog entsteht Begegnung auf Augenhöhe und Beziehung – immer wieder treffen wir die Geistkraft, Gott ist immer da, an einem neu adaptierten Ort der Begegnung, den wir „Umschlagplatz für Gutes“ nennen.
Petra Lex
◉ Eingang gegenüber v. Dreihackengasse 2.
Im Blickpunkt
- Das Seelsorgeraum-Führungsteam im Seelsorgeraum Graz-Mitte besteht aus (von links) Waltraud Salzger als Handlungsbevollmächtigte für Pastoral (HBP), Pfarrer Matthias Keil als Leiter des Seelsorgeraumes (SL) und Birgit Haubenhofer als Handlungsbevollmächtigte für Verwaltung (HBV).
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- Die gemeinsame Wallfahrt des Seelsorgeraumes im Jahr 2025 führte nach Mariazell. Dabei war immer wieder Zeit für netten Austausch und fürs Kennenlernen. In diesem Jahr ist als seelsorgeraumweite Wallfahrt eine Fußwallfahrt von Graz-Gösting zur Wallfahrtskirche Maria Straßengel geplant.
- Foto: privat
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- X-Fest. Mit Lobpreis, einem Lebenszeugnis, eucharistischer Anbetung und einer Party am Ende bot das erste X-Fest in Graz am 10. Oktober 2025 ein abwechslungsreiches Programm für die rund 150 TeilnehmerInnen. Das Fest wurde von der Loretto-Gemeinschaft und den Pfarren Mariä Himmelfahrt und Mariahilf vorbereitet.
- Foto: privat
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- Pastoralplan. Bei der Sitzung des Pastoral-rates am 29. Jänner wurde die finale Fassung des Pastoralplanes bestätigt. Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl hat den Pastoralplan am 19. März freigegeben. In der nächsten Zeit wird intensiv an der Umsetzung der Schwerpunkte gearbeitet.
- Foto: privat
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Zahlen und Fakten
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SR Graz-Mitte
Diese zehn Pfarren gehören zum Seelsorgeraum (kurz SR): Dom, Herz-Jesu, Karlau, Mariä Himmelfahrt, Mariahilf, Münzgraben, Stadtpfarre Hl. Blut, St. Andrä, St. Josef, Unbefleckte Empfängnis in der Albert Schweitzer Klinik. Außerdem gibt es im SR-Gebiet: Krankenhaus-, Studierenden- sowie Gefangenenseelsorge, Einrichtungen von Caritas und VinziWerke, Niederlassungen von neun Ordensgemeinschaften, kirchliche Einrichtungen wie das Kulturzentrum bei den Minoriten, das Diözesanmuseum, das Priesterseminar, das Kircheneck und das Bischöfliche Ordinariat. Im SR sind anderssprachige Gemeinden, geistl. Gemeinschaften und Hochschulverbindungen ansässig und 84 Religionslehrende an 34 Schulen tätig.
SR-Leiter Pfarrer Matthias Keil
0676/8742 6115
matthias.keil@graz-seckau.at
HBP Waltraud Salzger:
0676/8742 6206
waltraud.salzger@graz-seckau.at
HBV Birgit Haubenhofer
0676/8742 6541
birgit.haubenhofer@graz-seckau.at
Pfarrer: P. Petru Farcaş OFMConv, P. Andreas Holl OFM, Ewald Pristavec, Alois Kowald, Harald Janser, Alois Kölbl, Anton Ferk, Andreo Matanovic OFM.
Kapläne: P. Joel Koyikkara OFMConv, P. Valentin Solomon OFMConv, Jacques Niyibizi, P. Karl Maria Schnepps OFM, P. Markus Rinderer OFM, Christian Egwakhide.
Pastoralreferentinnen: Andrea Scheikl, Petra Lex, Irmgard Wünscher-Dringel, Gerlinde Paar.
PfarrsekretärInnen: Sabine Fritz, Petra Marx, Suzana Buljan, Thomas Weinhappl, Barbara Pecnik, Doris Maier, Gertrude Pellischek, Tina Uka.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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