Seelsorgeräume vorgestellt | SR Weiz
Der Himmel mitten im Leben

In der Basilika am Weizberg suchen viele Menschen die Nähe zur Gottesmutter Maria. Besonders nahe konnte man ihr in der Langen Nacht der Kirchen auf einer Hebebühne kommen. Die Pietà, die Steinplastik Marias, die um ihren Sohn trauert,  feierte letztes Jahr ihren 600. Geburtstag. | Foto: Neuhold
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  • In der Basilika am Weizberg suchen viele Menschen die Nähe zur Gottesmutter Maria. Besonders nahe konnte man ihr in der Langen Nacht der Kirchen auf einer Hebebühne kommen. Die Pietà, die Steinplastik Marias, die um ihren Sohn trauert, feierte letztes Jahr ihren 600. Geburtstag.
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Im Seelsorgeraum Weiz wird darauf geachtet, viele Menschen anzusprechen und einzubinden, den Glauben zu vertiefen und qualitätsvoll zu begleiten.

Ihr Seelsorgeraum aus der Luft betrachtet, was sticht sofort ins Auge?
Anton Herk-Pickl, SL: Aus der Luft betrachtet sticht aufgrund ihrer hohen Siedlungsdichte die Stadt Weiz als Industrie- und Schulstadt besonders hervor. Als touristisches Ausflugsziel wird das Almenland gerne aufgesucht. Sommeralm und Teichalm bilden das größte zusammenhängende Almengebiet in Mitteleuropa, das sich durch Wellnesshotels und Gastronomie, Langlaufloipen, Schilifte und viele Wandermöglichkeiten auszeichnet.
Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Apfelregion Puch. Da jeder zweite Apfel Österreichs aus dieser Gegend kommt, wird sie besonders zur Apfelblüte und Erntezeit von vielen Menschen besucht. Gerade das Apfelblütenfest Ende April erfreut sich vieler Besucher von nah und fern.

Entlang des Passailer Kessels gibt es den Weg der 100.000 Schritte, der sich inhaltlich an den Emmausjüngern orientiert und sehr gerne begangen wird. Die Basilika am Weizberg mit dem dazugehörigen Pilgerzentrum ist für den SR Weiz ein zentraler Ort. Pilgernde und Wallfahrende besuchen die Basilika und nützen die Angebote des Pilgerzentrums mit den Pilgerwegen, dem Kräutergarten und den Orten der Stille. Eine weitere beliebte Pilgerstätte ist die Wallfahrtskirche in Heilbrunn.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte?
Herk-Pickl: 2019 haben wir in der Bevölkerung mit einer Umfrage Wünsche, Anregungen und Ideen abgefragt. Mehr als 1400 Personen haben sich daran beteiligt. Die Ergebnisse wurden in Themengruppen weiterbearbeitet und fanden Eingang in den Pastoralplan.

Fünf inhaltliche Schwerpunkte haben wir uns vorgenommen: Wir wollen 1. Ehrenamtliche und freiwillig Engagierte qualitätsvoll begleiten, 2. durch unterschiedliche Glaubensangebote den spirituellen Grundwasserspiegel ansteigen lassen, 3. mit einem flächendeckenden Netz der Nächstenliebe die Nöte von Armen und Benachteiligten wahrnehmen und lindern, 4. durch unterschiedliche Liturgieformate die Lebenswirklichkeiten der Menschen ansprechen und 5. unsere Verantwortung gegenüber der Schöpfung als zentralen Auftrag unseres christlichen Handelns wahrnehmen. Alle Maßnahmen sollen von unserer Vision „Mitten im Leben ein Stück Himmel“ getragen sein und diese Vision ein Stück Wirklichkeit werden lassen.

Wie ist der Prozess der Seelsorgeraum-Werdung verlaufen?
Christoph Doppelreiter, HBP: Uns war es besonders wichtig, langsam und Schritt für Schritt zu gehen, um möglichst viele Menschen mitzunehmen. Es war ein reibungsvoller, intensiver, aber auch geistvoller Weg. Auch wir mussten dabei viel lernen und so manch Altbewährtes hinter uns lassen. Bis die Idee des Seelsorgeraums durchsickerte, dauerte es allerdings sicher zwei bis Jahre. Manche Leute sprechen heute noch vom Dechant und sind verwundert, dass es diesen nicht mehr gibt. Wertvoll waren dabei eine gute externe Begleitung und die Einbindung möglichst vieler Menschen von Anfang an, um den neuen Raum gemeinsam zu gestalten.
Die zuvor erwähnte groß angelegte Umfrage im Seelsorgeraum war die Ausgangsbasis für die inhaltlichen Schwerpunkte, die sich dann im Zuge des anschließenden Prozesses herauskristallisiert haben. Dabei ging es aber nicht nur um Ideenfindung, sondern auch um die Art und Weise, wie wir aufeinander hören und Entscheidungen treffen.

Gibt es pfarrübergreifende Angebote?
Doppelreiter: Mittlerweile gibt es einige Angebote, die sich mehr und mehr etablieren und von den Menschen aller Pfarren des Seelsorgeraums angenommen werden. Besonders starken Zulauf haben unsere (Pilger-)Reisen und Wallfahrten. Die Sehnsucht nach Auszeiten, spiritueller Vertiefung und bereichernder Gemeinschaft im gemeinsamen Glauben ist am Wachsen.

Weiters ist es uns ein Anliegen, vertiefende Glaubensangebote im Seelsorgeraum anzubieten und zu bündeln, wie z.B. Glaubenskurse, Einkehrtage und die jährliche Seelsorgeraumwallfahrt.
Diese Angebote werden von Personen aus dem gesamten Seelsorgeraum vorbereitet und getragen. Besonders erfreulich ist, dass von Jahr zu Jahr mehr Menschen im Zuge der Seelsorgeraumwallfahrt aus allen Richtungen zur Basilika auf den Weizberg pilgern. Bei dieser Feier kommt zum Ausdruck, dass wir wirklich gemeinsam mit Jesus Christus in unserer Mitte unterwegs sind – miteinander und nicht nebeneinander.

Was waren größten Herausforderungen in der Verwaltung?
Sylvia Binder, HBV: Durch das Seelsorgeraumkonzept hat sich auch im Bereich der Verwaltung einiges geändert. Hatten die Sekretärinnen früher ihre eigene Pfarre gut im Blick, so braucht es heute ein gutes Zusammenarbeiten aller Sekretärinnen im Seelsorgeraum. In den letzten Jahren hat es im Bereich der Verwaltung einen starken Personalwechsel in unserem Seelsorgeraum gegeben. Die neuen Mitarbeiterinnen bringen nicht nur moderne Ansätze und frische Ideen ein, sondern fördern auch eine innovative Arbeitsweise, die den administrativen Alltag erheblich verbessert.

Besonders hervorzuheben ist das gute Verhältnis zwischen den Mitarbeitern. Es wird großer Wert auf ein respektvolles Miteinander gelegt, und die Zusammenarbeit erfolgt auf Augenhöhe. Dies trägt maßgeblich dazu bei, dass die Arbeitsatmosphäre von Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung geprägt ist.
Zu den zahlreichen Herausforderungen in letzter Zeit zählen auch die vielen Neuerungen an Softwarelösungen und die Einbindung neuer Programme. Wir sehen diese Entwicklungen äußerst positiv, da sie gleichzeitig die Chance bieten, Arbeitsabläufe zu optimieren, die Effizienz zu steigern und die Digitalisierung voranzutreiben.

Wo ist Neues entstanden bzw. gerade im Entstehen?
Binder: Im Bereich der Gebäude stehen im Seelsorgeraum in den kommenden Jahren einige Neuerungen an! Ein spannendes Projekt ist das neue Gebäudeentwicklungskonzept der Diözese, das darauf abzielt, alle pfarrlichen Gebäude in eine zukunftsfähige Struktur zu überführen und deren Nutzung zu optimieren. Ziel ist es, die verschiedenen Immobilien bestmöglich auszunutzen, um nicht nur den Bedürfnissen der Pfarrgemeinde gerecht zu werden, sondern auch eine nachhaltige und effiziente Nutzung der Räumlichkeiten sicherzustellen. Das Konzept berücksichtigt dabei sowohl die historische Bedeutung der Gebäude als auch die Anforderungen der modernen Zeit.

Eine weitere Neuerung wird das von der Diözese geförderte Projekt zur Installation von Photovoltaikanlagen sein. Es ist ein Schritt in Richtung nachhaltiger Energiegewinnung und Umweltschutz. In einer Pfarre unseres Seelsorgeraumes, in St. Kathrein am Offenegg, wurde dieses zukunftsweisende Projekt bereits erfolgreich umgesetzt. In weiteren Pfarren sind diesbezüglich Maßnahmen geplant bzw. stehen kurz vor der Ausführung. Ziel ist es, den Energieverbrauch bestmöglich durch Sonnenenergie zu decken, Kosten zu senken und ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Neue Angebote für Trauernde

Als Orte der Begegnung haben die Friedhöfe große pastorale Bedeutung.

Die Friedhöfe im Seelsorgeraum sind wichtige Begegnungsorte und deshalb auch von hoher pastoraler Bedeutung. Wir möchten Begegnungen fördern und Menschen zum Verweilen einladen, um miteinander Freud und Leid zu teilen. Auf den größeren Friedhöfen unseres Seelsorgeraums sind überdachte Sitzgelegenheiten angedacht – jede Pfarre kann und soll autonom planen und überlegen, was angeschafft wird. Bei den Sitznischen wird auch auf unsere Angebote für Trauernde aufmerksam gemacht.
Weiters werden derzeit verschiedene pastorale Ideen für die Friedhöfe entwickelt, wie zum Beispiel die Gestaltung von – auch kindgerechten – Trauerstationen und eines Trauerfolders sowie die Installierung eines gezielten Präsenzdienstes von TrauerbegleiterInnen und SeelsorgerInnen, die an diesen Orten punktuell und unaufdringlich für Gespräche bereitstehen. Dafür wird es auch Ausbildungsmodule zum Thema „Trauer“ geben, in denen Menschen speziell geschult werden.

Im Blickpunkt

Das Seelsorgeraum-Führungsteam des SR Weiz besteht aus (v. l.) Pfarrer Anton Herk-Pickl als Leiter, Sylvia Binder als Handlungsbevollmächtigte für Verwaltung und Christoph Doppelreiter als Handlungsbevollmächtigter für Pastoral. | Foto: Lackner
  • Das Seelsorgeraum-Führungsteam des SR Weiz besteht aus (v. l.) Pfarrer Anton Herk-Pickl als Leiter, Sylvia Binder als Handlungsbevollmächtigte für Verwaltung und Christoph Doppelreiter als Handlungsbevollmächtigter für Pastoral.
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Erntedankfest. Ein großes Fest des Dankes und der Gemeinschaft wird im Oktober in Anger gefeiert. Jedes Jahr gestaltet eine andere Gemeinde den Erntewagen. Die Marktmusikkapelle spielt bei der Messe und der anschließenden Agape auf. Die Erntegaben erhält das Marienstüberl der Caritas. | Foto: Ribul
  • Erntedankfest. Ein großes Fest des Dankes und der Gemeinschaft wird im Oktober in Anger gefeiert. Jedes Jahr gestaltet eine andere Gemeinde den Erntewagen. Die Marktmusikkapelle spielt bei der Messe und der anschließenden Agape auf. Die Erntegaben erhält das Marienstüberl der Caritas.
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Fußwallfahrt. Wallfahrten sind eine beliebte Form, das Leben als einen Weg mit Gott und zu Gott hin zu erfahren – ob zu Fuß nach Mariazell, Maria Schutz oder Heilbrunn, mit dem Rad nach Maria Fieberbründl, in großer Gemeinschaft vom Weizberg nach Pöllauberg oder klimaschonend beim „Öffi-Pilgern“. | Foto: Pfarre Weiz
  • Fußwallfahrt. Wallfahrten sind eine beliebte Form, das Leben als einen Weg mit Gott und zu Gott hin zu erfahren – ob zu Fuß nach Mariazell, Maria Schutz oder Heilbrunn, mit dem Rad nach Maria Fieberbründl, in großer Gemeinschaft vom Weizberg nach Pöllauberg oder klimaschonend beim „Öffi-Pilgern“.
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Minischirennen. Ein Highlight für die Ministranten und Ministrantinnen im Seelsorgeraum ist das jährliche Schirennen auf der Sommeralm. Nicht der oder die Schnellste gewinnt, sondern wer zwei möglichst gleich schnelle Läufe schafft. Und Pfarrer Herk-Pickl eröffnet das Rennen als Vorläufer. | Foto: Teißl
  • Minischirennen. Ein Highlight für die Ministranten und Ministrantinnen im Seelsorgeraum ist das jährliche Schirennen auf der Sommeralm. Nicht der oder die Schnellste gewinnt, sondern wer zwei möglichst gleich schnelle Läufe schafft. Und Pfarrer Herk-Pickl eröffnet das Rennen als Vorläufer.
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Zahlen und Fakten
SR Weiz

Diese neun Pfarren gehören zum SR Weiz: Anger, Arzberg, Fladnitz an der Teichalpe, Gutenberg an der Raabklamm, Heilbrunn, Passail, Puch bei Weiz, St. Kathrein am Offenegg und Weiz.
Zum SR gehört auch die Kranken­hausseelsorge am LKH Weiz.

Leitungsteam:
Seelsorgeraum-Leiter (SL)
Pfarrer Anton Herk-Pickl

0676/8742 6313
anton.herk-pickl@graz-seckau.at
Handlungsbevollmächtigter für Pastoral (HBP)
Christoph Doppelreiter

0676/8742 6681, christoph.doppelreiter@graz-seckau.at
Handlungsbevollmächtigte für Verwaltung (HBV)
Sylvia Binder

0676/8742 6316
sylvia.binder@graz-seckau.at

Seelsorgeteam:
Pfarrer und stellvertr. Leiter des SR: Karl Rechberger
emeritierte Pfarrer: Anton Albrecher, Ferdinand Köck, Franz Lebenbauer, Johann Leitner, Peter Weberhofer 
Vikare: Johannes Biber, Stefan Socaciu; Kaplan: Paweł Nowak
Diakone: Helmut Ecker, Peter Hirschbauer, Johann Pscheidt, Erwin Schlemmer, Erich Schreck
PastoralreferentInnen: Michaela Drobar, Simone Faustmann
Pastoraler Mitarbeiter: Dietmar Meißl
Fachreferentin für Engagementförderung: Zita Martus
Kanzleiteam: Sonja Leitner, Bernadette Mandl, Claudia Philipp, Karin Strobl, Rosemarie Wieser

▶  Website: weiz.graz-seckau.at

Logo

Neun Pfarren, die durch unterschiedliche Farben dargestellt werden, bilden in Form eines Kreuzes ein Netzwerk des Glaubens. Es soll Menschen tragen, die in den Pfarren beheimatet sind oder ihr Christsein auf andere Art und Weise leben wollen.

In der Basilika am Weizberg suchen viele Menschen die Nähe zur Gottesmutter Maria. Besonders nahe konnte man ihr in der Langen Nacht der Kirchen auf einer Hebebühne kommen. Die Pietà, die Steinplastik Marias, die um ihren Sohn trauert,  feierte letztes Jahr ihren 600. Geburtstag. | Foto: Neuhold
Das Seelsorgeraum-Führungsteam des SR Weiz besteht aus (v. l.) Pfarrer Anton Herk-Pickl als Leiter, Sylvia Binder als Handlungsbevollmächtigte für Verwaltung und Christoph Doppelreiter als Handlungsbevollmächtigter für Pastoral. | Foto: Lackner
Erntedankfest. Ein großes Fest des Dankes und der Gemeinschaft wird im Oktober in Anger gefeiert. Jedes Jahr gestaltet eine andere Gemeinde den Erntewagen. Die Marktmusikkapelle spielt bei der Messe und der anschließenden Agape auf. Die Erntegaben erhält das Marienstüberl der Caritas. | Foto: Ribul
Fußwallfahrt. Wallfahrten sind eine beliebte Form, das Leben als einen Weg mit Gott und zu Gott hin zu erfahren – ob zu Fuß nach Mariazell, Maria Schutz oder Heilbrunn, mit dem Rad nach Maria Fieberbründl, in großer Gemeinschaft vom Weizberg nach Pöllauberg oder klimaschonend beim „Öffi-Pilgern“. | Foto: Pfarre Weiz
Minischirennen. Ein Highlight für die Ministranten und Ministrantinnen im Seelsorgeraum ist das jährliche Schirennen auf der Sommeralm. Nicht der oder die Schnellste gewinnt, sondern wer zwei möglichst gleich schnelle Läufe schafft. Und Pfarrer Herk-Pickl eröffnet das Rennen als Vorläufer. | Foto: Teißl
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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