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Jesus: Bloß ein Mensch?
Zu „Mensch oder Gott?“, Nr. 46, S. 14
Heute stimmen alle christlichen Kirchen der Christuslehre des Konzils von Nizäa zu. Eine wichtige ökumenische Basis! Übrigens hat auch Arius nie behauptet, Jesus sei bloß ein Mensch. Auch für ihn war Jesus der Sohn Gottes. Allerdings sah er den Monotheismus durch die Aussage bedroht, auch Jesus sei ewiger Gott. So lehrte er, Gott-Vater habe sich vor aller Schöpfung einen göttlichen Sohn „geschaffen“, durch den er dann alle anderen Geschöpfe gemacht habe. Dieser Sohn ist in Jesus Mensch geworden. Aber kam Arius so nicht doch wieder auf zwei göttliche Wesen? – Da stellte nun das Konzil von Nicäa klar: Jesus ist Mensch und Gott. Er ist eine eigene Person, aber was sein Gott-Sein (!) betrifft, ist er ganz eins mit dem Vater. Es gibt kein zweites oder drittes göttliches Wesen, sondern nur das eine ewige göttliche Wesen. Vater und Sohn sind „wesens-eins“ (griechisch: homoousios).
Karl Veitschegger, Graz
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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