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Glockenläuten für den Frieden
Ich habe noch vom Ostermontag den Klang der Glocken, das gesamte Geläute einer Kirche in den Ohren, die Töne landeten im Herzen, die Menschen wurden bewegt.
Sie galten Papst Franziskus. Sein Tod hat viele berührt. Wie oft hat er den Frieden eingemahnt?! In seinen Geist und in den Sinn aller, die sich nach Frieden sehnen, wollen wir heuer das österreichweite „Friedensläuten“ am 8. Mai um 17.45 Uhr stellen.
Der geschichtliche Hintergrund: Am 8. Mai 1945 schrieb man in der Gemeinde Erlauf Geschichte. Hier trafen der Generalmajor Stanley Reinhart (USA) und der Generalmajor D. A. Drickhin (Sowjetunion) anlässlich des Inkrafttretens des Waffenstillstandes bzw. der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands zu einem „offiziellen Handschlag“ aufeinander. Diese Geste, dieser Handschlag bedeutete – auf österreichischem Boden – das Kriegsende.
Von den Stiftskirchen über die Stadttürme, von den Pfarrkirchen bis zu den kleinsten Dorfkapellen möge der Wunsch nach Frieden erschallen! Die größten und mächtigsten klingenden Botschafterinnen hängen in unseren Türmen. Es braucht letztendlich nur das Kippen eines Schalters, einen Knopfdruck, vielleicht dort und da noch das Ziehen an einem Strick … Wir können damit nicht nur Glocken bewegen, sie in Schwingung versetzen, wir können ein himmlisches Zeichen setzen!
80 Jahre Frieden in Österreich – wenn nicht heuer, wann dann, sollen wir dem Frieden Gehör verschaffen?
Norbert Hauer
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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