Vorgestellt
Anneliese Pieber, KAB-Vorsitzende
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„Ächte die Tat, und achte den Menschen“: Seit 33 Jahren arbeitet Anneliese Pieber beim Verein Neustart für Menschen, die straffällig geworden sind. Noch weiter zurück geht ihr Aktiv-Sein in der Kirche. Jungscharführerin, Firmbegleiterin, Lektorin, Wortgottesfeier-Leiterin, Kommunionspenderin oder Mitglied im PGR und im Diözesanrat: Ehrenamtlich tätig war die Sozialarbeiterin gefühlt „schon immer“. Zum Leisertreten zwingt sie erst eine schwere Erkrankung der jüngeren der beiden Töchter. „Ich fühlte mich von Gott im Stich gelassen“, sagte sie damals und legte jedes Ehrenamt nieder. „Irgendwann habe ich dann erkannt, dass meine katholische Verwurzelung doch stärker ist als meine Anklage“, erinnert sich Anneliese Pieber und sie folgt erneut ihrem Impuls zur Mitgestaltung.
Bevor die gebürtige Tragösserin den KAB-Vorsitz vor einem Jahr interimistisch übernommen hatte, schnupperte sie zwei Jahre lang in der Katholischen ArbeitnehmerInnen-Bewegung. Im Jänner wurde sie zur Vorsitzenden der KAB Steiermark gewählt. Ihr Ehrenamt sieht sie als Ermutigung – vor allem für Frauen. Auf die ihnen in vielen Bereichen widerfahrende Ungleichbehandlung gelte es hinzuweisen, sagt Anneliese Pieber. „Aber nicht durch Austreten, sondern durch Auftreten“.
Anna Maria Steiner
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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