Buch-Tipp
Unter der Bahn

Der Bau der Koralmbahn schuf nicht nur moderne Infrastruktur, sondern öffnete auch ein Fenster in die Vergangenheit. Entlang der Trasse entdeckten Archäologinnen und Archäologen zahlreiche Spuren früherer Kulturen. Fast 20 Jahre lang begleiteten sie die Bauarbeiten und legten auf Kärntner und steirischer Seite bedeutende Funde frei. Diese reichen von der Bronzezeit über das antike Rom bis ins Frühmittelalter und zeigen, dass die Region schon seit Jahrtausenden besiedelt ist.

Allein in Kärnten wurden rund 2000 Objekte geborgen. Die wichtigsten Entdeckungen sind nun im Buch „Archäologie der Koralmbahn“ beschrieben, das für 18 Euro im Buchhandel und beim Geschichtsverein für Kärnten erhältlich ist. Die spannendsten Funde sind außerdem bis 5. April in der Sonderschau im kärnten.museum in Klagenfurt zu sehen.

Zu diesen besonderen Funden zählt ein keltisches Gräberfeld im Granitztal mit 62 Gräbern aus der Zeit zwischen 250 und 150 vor Christus, in denen unter anderem Schwerter und Schmuck entdeckt wurden. In St. Paul im Lavanttal kamen dagegen die Überreste einer rund 4500 Jahre alten Siedlung ans Licht.
Das 56-seitige Buch, redaktionell betreut von Regina Barlovits und Heimo Dolenz, macht eindrucksvoll sichtbar, wie der Bau der Koralmbahn Technik und Geschichte miteinander verbindet.

Regina Barlovits und Heimo Dolenz:
Archäologie der Koralmbahn
Geschichtsverein für Kärnten
18 Euro
ISBN 9783854541813

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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