Offen gesagt
Zweiter Arbeitsmarkt

8525 offene Stellen für 61.122 steirische Arbeitslose Ende Mai. Was tun?

Ausgehend von der Erfahrung, dass die allermeisten Menschen arbeiten wollen, sowie der moralischen Verpflichtung, dass jeder mit seiner Arbeit zu seinem Lebensunterhalt beiträgt, ergibt sich ein Auftrag für die Gesellschaft: Allen, die arbeiten wollen, sollte auch die Möglichkeit dazu geboten werden. Demnach wäre der Aufbau eines Sozialökonomischen Sektors („zweiter Arbeitsmarkt“) mit langfristigen, geförderten Beschäftigungsverhältnissen sinnvoll. Dort fänden dann jene Menschen Beschäftigung, die in privater und öffentlicher Wirtschaft keine Arbeit finden. Man könnte auf gute Erfahrungen der „Aktion 20.000“ zurückgreifen.
Eine Studie der Johannes-Kepler-Universität Linz über den Nutzen geförderter Arbeitsplätze zeigt am Beispiel eines gemeinnützigen Beschäftigungsprojektes, dass das darin investierte öffentliche Geld bereits im Förderjahr zu 86% an den Staat zurückfließt: Der Staat spart sich das Arbeitslosengeld, die hier Beschäftigten zahlen Steuern und Sozialversicherung und erwirtschaften einen Teil der Lohnkosten. Ein weiterer Nutzen: Für die nun in Beschäftigung Stehenden stabilisieren sich die Lebensverhältnisse, persönliche Ressourcen werden gestärkt, und positive Auswirkungen auf das soziale Umfeld zeigen sich.

Mag. Bernhard Schwarzenegger ist Geschäftsführer des Fonds für Arbeit und Bildung der Diözese Graz-Seckau.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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