Aus meiner Sicht - CR Herbert Meßner
Oktober-Gedanken über Heiliges

Als „Paukenschlag für das Heilige“ erlebte der Franziskaner Willibald Hopfgartner das Deutsche Requiem von Johannes Brahms vor Beginn der Salzburger Festspiele. Vielleicht sind gerade Musik und andere Kunstformen besonders gute Vermittler des Heiligen. Sie sprechen oft jene Seiten im Menschen an, die für Tieferes und Größeres offen sind.

Fehlt uns nämlich der Zugang zu höheren Ebenen, verkommt Heiligsein zu einem bloßen Verhalten. Und das stellen sich viele vor als brav bis langweilig.

Der „Heilige des Monats“ mag im Oktober Franz von Assisi sein. Sein Lebensbeispiel hat immer Bewunderer gefunden. Und auch Nachahmer. Aktuelle Werte wie Umweltbewusstsein und Schöpfungsfreude sind da enthalten.

Die weiblichen „Heiligen des Monats“ heißen Theresia. Therese von Lisieux ist sogar die Patronin der Mission, die auch im Oktober ihren Sonntag hat. Dabei ist sie nicht auf andere Kontinente gegangen. Sie lebte als Jugendliche kränklich in ihrem Kloster. Aber sie wollte etwas tun. Beim Lesen der Bibel entdeckte sie die Liebe als ihre „Mission“, ihre Lebensaufgabe.

Wenn Musik der Paukenschlag für das Heilige sein kann, dann ist die Liebe wohl die Melodie für das Heilige. Das Beispiel echter Liebe ist die beste Werbung für den Glauben.

Wenn wir im Monat Oktober den Rosenkranz beten, stehen immer drei Seelenkräfte, die es zu wecken gilt, am Anfang dieses meditativen Gebetes: Jesus, der in uns den Glauben vermehre; der in uns die Hoffnung stärke; der in uns die Liebe entzünde.“

Herbert Meßner, Chefredakteur

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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