Positionen - Karl Veitschegger
Meine Wünsche
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Sie sind wieder in der Schule: unsere Kinder, Enkel, Nichten, Neffen … mit ihren Lehrerinnen und Lehrern. Experten geben alljährlich zum Besten, wozu „die Schule“ befähigen muss. Viel Wahres ist darunter. (Freilich kann die Schule allein das nicht leisten.) Ich bin kein Experte, aber habe auch Wünsche für unsere Jungen. So wünsche ich mir, dass sie früh den Unterschied zwischen Fakten und Meinungen erkennen können, ebenso zwischen persönlicher Überzeugung und der Wahrheit selbst, die immer größer ist als mein und dein jetziger Erkenntnisstand. Und ich wünsche mir, dass sie (ohne selbst alle bösen Erfahrungen machen zu müssen) lernen, dass letztlich nicht die Jagd nach „Selbstoptimierung“, Karriere und Mammon frei macht, sondern dass das Streben nach Gerechtigkeit, Liebe und Großzügigkeit die Menschheit weiterbringt und am Ende allen guttut.
Und ich wünsche mir (dabei grüße ich herzlich alle, die Religion unterrichten!), Kinder mögen lernen, dass Religion nie zu Hass und Abwertung „anderer“ führen darf und dass Gott jene Wirklichkeit meint, die alles und alle umfängt, und uns Mut machen will zum guten Miteinander auf unserem Planeten. — Zu viel gewünscht? Zu naiv? Was denken Sie?
Karl Veitschegger
redaktion@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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