Mutworte - Josef Promitzer
Land des Lächelns
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„Immer nur lächeln, und immer vergnügt“, so zeichnet der Komponist Franz Lehár in seiner Operette „Das Land des Lächelns“ die BewohnerInnen Chinas, ein Land, in das sich seine Heldin aufmacht – die bald erkennen muss, dass auch dort nicht alles eitel Sonnenschein ist.
Wenn ich so durch meinen Alltag pilgere, dann kommt es mir vor, als ob das Lächeln selten geworden ist. Auf der Straße, in Geschäften, sogar in der Zeitung – das Lächeln dürfte (außer vielleicht auf Fotos, um sich auf diversen Internet-Plattformen zu präsentieren) mittlerweile als rares Gut gelten. Dabei werden beim Lächeln weit weniger Muskeln beansprucht als beim Böse-Dreinschauen. Doch auch beim Lächeln gibt es Unterschiede: Während das „unechte“ Lächeln die Augen nicht erreicht, malt uns das „echte“, das von Herzen kommende Lächeln die sogenannten „Krähenfüßchen“ ins Gesicht.
„Freut euch“, ruft der Apostel Paulus der Gemeinde in Philippi zu. Diese Freude an Gott darf man uns ChristInnen gerne anmerken – am Lächeln zum Beispiel, das von Gesicht zu Gesicht wandert. Ein kleines Lächeln genügt oft schon. Es muss ja dabei nicht gleich ein neues Land des Lächelns entstehen.
Josef Promitzer ist Theologe und Humorbotschafter.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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