Kirche Steiermark
Zwischen Olivenbäumen, Maracujas und Baumwolle!
- Der Klimaexperte Franz Prettenthaler (r.) führte 23 Interessierte durch den Dachgarten des Science Towers von Joanneum Research. Dort wachsen neben Olivenbäumen, Maracujas und Baumwolle 120 weitere Pflanzenarten Karloff
- Foto: Kathrin Karloff
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So geht nachhaltige Zukunft!
23 Teilnehmende folgten am 7. Mai auf Einladung der Stadtkirche Graz, des Bildungsforums bei den Minoriten und Joanneum Research dem Wegweiser in die Zukunft der Städte, dem 60 Meter hohen Science Tower in der Grazer Smart City mit seinem Dachgarten. Klimaexperte Franz Prettenthaler brachte wertvolles Wissen zur Funktion der 2017 klug gestalteten und seitdem gewachsenen Gartenanlage mit und führte durch das Dickicht von Olivenbäumen, Maracujas, Baumwolle und rund 120 weiteren Pflanzenarten.
Daniela Felber, Referentin für Schöpfungsverantwortung der Stadtkirche, umrahmte die Veranstaltung mit stärkenden spirituellen Impulsen.
„Die Zukunft unserer Städte wird aufgrund der bereits deutlich spürbaren Auswirkungen des Klimawandels eine grünere sein müssen“, so Kathrin Karloff, Leiterin des Bildungsforums bei den Minoriten, im Eingangsstatement. Dies bestätigte Franz Prettenthaler: „Der Science Tower ist nicht nur ein Plus-Energiegebäude, das mehr Energie produziert als verbraucht. Er ist auch ein Hochwasserrückhaltebecken, das bei ‚urban flash floods‘, das heißt extremen Starkregenfällen im Stadtgebiet, das Wasser aufhält.“ Der Dachgarten funktioniere zudem als Klimaanlage, indem die Bepflanzung der Luft Wärme entzieht.
Wichtig sei, dass die Pflanzen gegessen werden können, so Prettenthaler: „Denn eine Lebensmittelproduktionsstätte schafft Jobs.“ Dies bestätigen ein Caritas-Projekt und die Zusammenarbeit mit dem Gastronomiebetrieb Prandia Augustinum. „So gedeihen verschiedene Salatsorten, Kräuter, Zwiebeln, Schnittlauch, Karotten und sogar Wein zwischen Zitronen und Griechischer Myrte. „Wir haben heuer schon zum zweiten Mal geerntet!“, so Prettenthaler.
Im Seminarraum des Science Tower fand der Abend bei einer erfrischenden Agape seinen Abschluss. Das japanische „Kraut der Unsterblichkeit“, das Franz Prettenthaler hier noch zeigte, wollte aber doch niemand kosten. Es gelte schließlich, das endliche Leben lebenswert zu gestalten, meinte eine Teilnehmerin. Wie recht sie hat!
K. Karloff
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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