Bischof Hermann Glettler
Zeit des Wartens zu Ende

Bischof Hermann Glettler, der sich im Dezember selbst ein Bild der Lage auf Lesbos gemacht hat, ist des Wartens müde.
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  • Foto: Neuhold
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Bischof Glettler wandte sich mit einem eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit.

„Erschüttert von den aktuellsten Berichten und Fotos aus dem Flüchtlingslager auf Lesbos habe ich heute aufgehört, an ein Weihnachtswunder der österreichischen Bundesregierung in der Causa Lesbos zu warten und auf ein solches zu hoffen. Jetzt braucht es entschlossenes Handeln. Alles andere verkommt zu einem unverantwortlichen Alibi.
Ich wende mich mit diesem Statement an alle politischen VerantwortungsträgerInnen, Hilfsorganisationen und Menschen guten Willens – an alle, die bereit sind, ihrem Gewissen und einer Ethik zu folgen, die einer Not-wendenden Verantwortung entspricht.
Die neuesten Fotos aus dem Notlager Kara Tepe verbieten allen, die sich eine Restmenge an Empathie bewahrt haben, ein politisches Taktieren. Die Rede von einer „Hilfe vor Ort“ als Ersatz für eine Evakuierung des Lagers ist angesichts der winterlichen Temperaturen nur mehr zynisch.
Ich wiederhole eindringlich meinen Appell: 100 Familien jetzt aufnehmen – ohne Wenn und Aber! Jedes politische Kalkül auf Kosten dramatisch notleidender Menschen ist ein Hohn jeder christlich-sozialen Politik.
Worauf warten? Bis es Erfrorene in den Lagern gibt? Bis die Zustimmungsquote für eine längst fällige Entscheidung den Bundeskanzler überzeugt?“

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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