Erdbeben in Kroation
Unerschütterliche Solidarität

Auch die Wallfahrtskirche im historischen Ort Gora, wenige Kilometer westlich der Stadt Petrinja, hat bei dem schweren Erdbeben am 29. Dezember in Kroatien Schaden erlitten. Die kroatische Caritas bringtg Hilfe (re)
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  • Auch die Wallfahrtskirche im historischen Ort Gora, wenige Kilometer westlich der Stadt Petrinja, hat bei dem schweren Erdbeben am 29. Dezember in Kroatien Schaden erlitten. Die kroatische Caritas bringtg Hilfe (re)
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Kroatien. Ein schweres Erdbeben erschütterte am 29. Dezember die Region rund um die Stadt Petrinja südlich von Zagreb. Eine Welle der Hilfsbereitschaft erfasst Europa.

Die Caritas sammelt Spenden
Die Caritas hilft mit Partnern vor Ort.
Spendenzweck: Erdbeben Kroatien
IBAN: AT34 6000 0000 0792 5700
BIC: BAWAATWW
oder online unter: www.caritas-steiermark.at

Dienstag gegen 12.20 Uhr sitze ich in meinem Büro in der Sonntagsblatt-Redaktion, als das Bild am Computerbildschirm vor meinen Augen zu verschwimmen scheint. Nach Bruchteilen von Sekunden verstehe ich: Die Erde bebt. Einige Momente später ist es wieder vorbei. Hier für mich. In Kroatien hingegen, wo das Epizentrum lag, nahm die Katastrophe erst ihren Lauf.

Eine der ärmsten Regionen Kroatiens
Das Beben mit einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala hinterließ schwere Schäden. Das Epizentrum lag unweit der Stadt Petrinja, knapp 45 Kilometer südlich von Zagreb. Bis Redaktionsschluss waren sieben Todesopfer zu beklagen: ein zwölfjähriges Mädchen in Petrinja, fünf Menschen im Dorf Majske Poljane und ein Todesopfer in einer fast gänzlich eingestürzten Kirche nahe Sisak. Dabei handelte es sich um einen Organisten, der gerade dabei war, die Orgel der Pfarrkirche Žažina von Verschmutzungen zu reinigen, nach einem leichteren Erdbeben am Vortag.
In Petrinja suchten tagelang Spürhunde nach Verschütteten. Laut dem Bürgermeister ist die Hälfte der 25.000-EinwohnerInnen-Stadt zerstört. Zahlreiche Häuser sind einfach in sich zusammengefallen. Auch in der nahegelegenen Stadt Sisak wurden beinahe alle Gebäude beschädigt. Beide Städte zählen zu den ärmsten des Landes.
Die Menschen fürchten sich, ihre beschädigten Häuser zu betreten, wollen und können Hof und teilweise auch Tiere nicht unbewacht zurück lassen. So verbringen viele die kalten Nächte in provisorischen Zelten oder in ihren Autos und kochen im Freien. Mehrere Nachbeben verstärken die Unsicherheit. Zuletzt wurde am Morgen des 4. Jänner ein Beben der Stärke 4,2 registriert.

Eine Welle der Hilfsbereitschaft
VertreterInnen der Caritas Kroatiens besuchten die Menschen, um zuzuhören und ihre Bedürfnisse zu erfragen. Momentan geht es um schnelle Unterstützung mit Mitteln des täglichen Bedarfs, erklärt die Leiterin der Caritas der Diözese Sisak, Kristina Radic´, gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur Kroatiens (IKA). Auch Geräte, Container und Wohnwägen werden verliehen. Später wird es um die Unterstützung beim Wiederaufbau gehen. Der Direktor der Caritas Kroatien Msgr. Fabian Svalin zeigt sich vor Ort dankbar über die vielen Freiwilligen, die dabei helfen, die Katastrophe zu bewältigen.

Bischof Antun Škvorcˇevic´ von der Diözese Požega, die an die betroffenen Gebiete angrenzt, besuchte seinen Amtskollegen Vlado Košic´, Bischof der Diözese Sisak. Während des Gesprächs im Bischofshaus stellte Bischof Košic´ die schwerwiegenden Folgen des Erdbebens vor. Er informiert, dass in der Gegend von Petrinja und Sisak sechs Pfarrkirchen vollständig zerstört und etwa zwanzig weitere schwer beschädigt wurden.

Durch Europa geht eine Welle der Hilfsbereitschaft. 13 EU-Länder, darunter auch Österreich, sagten Hilfe zu. Bereits in den letzten Tagen von 2020 rollten kilometerlange Hilfstransporte über die Grenze. Auch die Caritas Steiermark unterstützt die Caritas Zagreb vor Ort. Zudem bilden sich viele private Spenden-Initiativen. Der Erzbischof von Zagreb, Kardinal Josip Bozanic´, fasste in seiner Predigt am 2. Jänner, den Kroatien zum Staatstrauertag erklärte, zusammen: „Diese erstaunliche Welle der Solidarität hat einmal mehr gezeigt, wie viel Gutes wir in uns tragen.“

Katharina Grager / IKA

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Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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