Pfarrcaritastag 2024
Wie gelingt ein gutes Leben für alle?

Viele ehren- und hauptamtlich Engagierte in der Pfarrcaritas diskutierten am 26. April im Steiermarkhof in Graz über die Umsetzung der Vision „Ein gutes Leben für alle“. | Foto: Gerd Neuhold - Sonntagsblatt für Steiermark
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  • Viele ehren- und hauptamtlich Engagierte in der Pfarrcaritas diskutierten am 26. April im Steiermarkhof in Graz über die Umsetzung der Vision „Ein gutes Leben für alle“.
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Das 100jährige Jubiläum der steirischen Caritas mit dem Motto „Ein gutes Leben für alle“ wurde beim Pfarrcaritastag 2024, gemeinsam organisiert von der Diözese Graz-Seckau und der Caritas Steiermark, zum Anlass genommen, um über Möglichkeiten und Wege zu diskutieren, wie diese Vision in die Realität umgesetzt werden kann.

Rund 100 haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen aus den Pfarren und Seelsorgeräumen lauschten den Ausführungen des ehemaligen Sozialministers Rudolf Anschober, der als Gastredner die Tagung im Steiermarkhof in Graz eröffnete und die TeilnehmerInnen begeisterte.

V. l.: Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl, Hauptredner Rudolf Anschober und Caritas-Direktorin Nora Tödtling-Musenbichler. | Foto: Gerd Neuhold - Sonntagsblatt für Steiermark
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Caritas Direktorin Nora Tödtling-Musenbicher begrüßte Landtagsabgeordnete Sandra Krautwaschl, Caritas Direktor Ernst Sandriesser aus Kärnten und Pfarrer Wolfgang Schwarz von den Pfarren Graz.-Hl.Schutzengel und Graz-Christkönig. Auch Caritas Steiermark Vizedirektor Erich Hohl nahm bei der Veranstaltung teil.

Anschober, der gerade sein neuestes Buch „Wie wir uns die Zukunft zurückholen“ veröffentlicht hat, verwies darauf, dass für ein gutes Leben für alle die existenziellen Grundbedürfnisse gesichert sein müssten: ein ausreichendes Einkommen, freier Bildungszugang, leistbarer Wohnraum, Respekt und Zusammenhalt, Sicherheit und Gesundheit und intakte klimatische Lebensgrundlagen. Gleichzeitig betonte Anschober, dass die Definition und Art und Weise eines guten Lebens jedoch zutiefst individuelle Entscheidungen seien, denen die Gesellschaft Raum geben müsse. Wie Menschen leben, wieviel und was sie arbeiten, wen und wie sie lieben und vieles mehr seien individuelle Entscheidungen, die jeder für sich selbst finden müsse. Aufgabe der Gesellschaft ist es, diese Formen zu ermöglichen und zu respektieren.

Danach wurde gemeinsam entwickelt und nachgedacht. In 10 Themenfeldern, die von Kinder/Jugend /Familie über Lebensmittel/Versorgung/Nachhaltigkeit bis hin zu Sterben/Tod/Trauer viele Lebensbereiche umfasste, diskutierten die Teilnehmer*innen intensiv darüber, wie die Vision „ein gutes Leben für alle“ umgesetzt werden könnte.

Im Austausch der Gruppen, die nach Zufallsprinzip zusammengesetzt wurden, diskutierten die Teilnehmer*innen die verschiedenen Themen und Problemfelder unserer Zeit. Die Ergebnisse wurden gesammelt, visuell aufbereitet und ausgestellt. Somit waren die Gedanken aus den Gruppen für alle Teilnehmer*innen zugänglich und konnten gemeinsam diskutiert werden.

Zum Abschluss standen Nora Tödtling-Musenbichler und Rudolf Anschober für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Das Fazit des Pfarrcaritastages 2024: Selbst im Angesicht der Krisen und Probleme der heutigen Zeit, dürfen wir den Mut und das Streben nach einem guten Leben für alle nicht aufgeben.

Christian Taucher/Caritas

Foto: Gerd Neuhold - Sonntagsblatt für Steiermark
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Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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