Kirche Österreich
Synergien nutzen

Eine österreichweite Arbeitsgruppe unter der Leitung von Bischof Hermann Glettler befasst sich künftig mit dem Thema Künstliche Intelligenz und Kirche. Aus der Steiermark sind Manuela Reicht und Andreas Pichlhöfer dabei. | Foto: Tavernaro/Filipović
  • Eine österreichweite Arbeitsgruppe unter der Leitung von Bischof Hermann Glettler befasst sich künftig mit dem Thema Künstliche Intelligenz und Kirche. Aus der Steiermark sind Manuela Reicht und Andreas Pichlhöfer dabei.
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Arbeitsgruppe beschäftigt sich auf Österreich-Ebene mit dem Nutzen von Künstlicher Intelligenz für Kirche.

Die Österreichische Bischofskonferenz hat eine Arbeitsgruppe zum Umgang der Katholischen Kirche in Österreich mit Künstlicher Intelligenz eingesetzt. Der Beschluss dazu wurde bei ihrer letzten Vollversammlung im November in Wien gefasst. Geleitet wird die interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe vom Innsbrucker Bischof Hermann Glettler. Die Mitglieder kommen aus allen Diözesen sowie aus Ordensgemeinschaften. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, auf Österreich-Ebene Synergien zu nutzen und juristische wie ethische Fragestellungen rund um Künstliche Intelligenz (kurz KI) zu klären sowie praktische Anwendungsperspektiven für die Kirche zu erarbeiten.

Beim Auftakttreffen vor wenigen Tagen in Salzburg tauschten die Teilnehmenden der Arbeitsgruppe sich über den Stand der Dinge rund um KI in den einzelnen Diözesen aus: Welche KI-Tools sind bereits im Einsatz? Welche bestehenden Richtlinien für einen verantwortlichen Einsatz Künstlicher Intelligenz gibt es schon? Welche Erfahrungen wurden bisher mit KI im kirchlichen Raum gesammelt?

Der Wiener Medienethiker Alexander Filipovic war zu einem Impulsreferat geladen und behandelte darin unter anderem verschiedene Möglichkeiten der Implementierung Künstlicher Intelligenz zwischen zentraler struktureller Steuerung und dezentralem Ausprobieren.

Beschleunigungsfaktor unseres Lebens
Auf der Grundlage bisheriger Erfahrungen und Regelungen werden von der Arbeitsgruppe nun Handlungsempfehlungen und mögliche nächste Schritte für die Anwendung von KI im kirchlichen Raum erarbeitet. Die Ergebnisse sollen als Gesamtpaket bis zum Herbst der Bischofskonferenz vorgelegt werden.
Für Bischof Hermann Glettler geht es darum, dass die katholische Kirche in Österreich nicht nur rasch und unbürokratisch auf „Künstliche Intelligenz als umfassenden Beschleunigungsfaktor unseres Lebens“ reagiert, sondern wie sie KI auch proaktiv einsetzen kann. KI wird nach Ansicht des Innsbrucker Bischofs zukünftig „nicht nur in der kirchlichen Verwaltung relevant sein, sondern auch in vielen pastoralen und seelsorglichen Fragestellungen.“

Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet Computerprogramme, die lernen. Sie erkennen Muster, verstehen Sprache, beantworten Fragen oder erledigen Aufgaben automatisch. KI kann beim Sortieren von Fotos helfen, beim Übersetzen von Texten, beim Schreiben von Nachrichten oder beim Finden von Informationen. KI unterstützt durch Sprachassistenten oder automatische Erinnerungen. Sie ersetzt Menschen nicht, sondern dient als Werkzeug, das Arbeiten erleichtern will und helfen kann, Zeit zu sparen.

Quelle: Kathpress

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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