Kirche Steiermark
Seite für Seite in alle Welt
- Missio-FreundInnen aus aller Welt: Beim Ge-burtstagsfest am 4. Oktober in Graz trafen einander auch einstige und jetzige missio-MitarbeiterInnen sowie ehrenamtlich Tätige (v. l. n. r.): Ernst Zerche, Niklas Müller, Moses Otii, Traude Schröttner und Katharina Hacker.
- Foto: Gerd Neuhold
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60 Jahre allewelt. Der runde Geburtstag der beliebten Zeitschrift wurde am 4. Oktober in Graz gefeiert.
Für viele ist es der sehnsüchtig erwartete Moment nach einem Gottesdienstbesuch: das In-Empfang-Nehmen einer neuen, druckfrischen Ausgabe der Zeitschrift allewelt. Texte und Fotoreportagen über Weltkirche und missionarisches Engagement stehen im Fokus der Berichterstattung, und oft sind kirchennahe „Austräger“ dafür verantwortlich, dass die von den Päpstlichen Missionswerken (kurz: missio) herausgegebene Zeitschrift den Weg in die Haushalte ihrer AbonnentInnen findet.
- allewelt 1986
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- allewelt 2021
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Im Lauf von sechs Jahrzehnten veränderte sich das Erscheinungsbild, wie die beiden Fotos aus den Jahren 1986 und 2021 zeigen. Sechs Mal im Jahr erscheint allewelt heute.
Gestern, heute, morgen
Seit nunmehr 60 Jahren bringt allewelt den LeserInnen das Geschehen in der Welt näher – die schönen Seiten als auch große Not.
Genau genommen gibt es die Zeitschrift allewelt aber schon länger. Gegründet unter dem Titel Weltmission im Jahr 1946, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, war sie anfangs noch schlicht gehalten und wurde in der Größe eines kleinen Schulheftes im A5-Format gedruckt. Anfang der 1960er Jahre wurde das Erscheinungsbild des Magazins dann modernisiert (engl. „Relaunch“). Die Umbenennung in allewelt erfolgte 1965.
„Das Magazin stieg in den Folgejahren zum führenden Medium für Weltmission auf, lieferte aufwändig recherchierte Reportagen aus dem Globalen Süden und berichtete von den Einsätzen heimischer Missionarinnen und Missionare. Mit seinem Layout befand sich das von Dr. Ernst Stürmer über 33 Jahre lang geführte Magazin auf Augenhöhe mit Zeitschriften seiner Zeit wie dem Stern oder LIFE – nur eben mit dezidiert katholischem Inhalt“, sagt Christoph Lehermayr, Redaktionsleiter seit 2021.
Auch exklusive Recherchen zu aktuellen Brennpunktthemen haben in allewelt seit sechs Jahrzehnten ihren Platz. So etwa beleuchteten Ausgaben aus dem Jahr 2022 die Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen in den teils illegalen Kobaltminen der Demokratischen Republik Kongo. Für Aufsehen sorgten die Reportagen über Kinderarbeit in den Ziegelfabriken Pakistans oder die Ausbeutung von Teepflückerinnen im Himalaya. Anlässlich des Jubiläums streht auch das schönste Titelblatt („Cover“) zur Wahl – unter www.allewelt.at/sechzig.
Informieren und Sehnsucht wecken
Trotz der oft bedrückenden Themen enthalten die reich bebilderten Berichte immer auch den Aspekt der Hoffnung. Durch die Porträts von Menschen – Laien oder Ordensleute –, die gegen diese Missstände ankämpfen und Perspektiven für eine bessere Zukunft schaffen, wird aufgezeigt, was Solidarität bewirkt. Und so darf vermutet werden, dass auch Zeitschriften wie allewelt es waren, die in Zeiten vor der Nutzung internetfähiger Mobiltelefone und Computer in Leserinnen und Lesern die Sehnsucht nach der Welt weckten – oder gleich den Wunsch nach einem Leben als „Entwicklungshelfer“ in aller Welt.
Anna Maria Steiner
allewelt für alle Altersstufen
Neben 350 allewelt-Zeitschriftenausgaben seit 1965 erscheinen Begleithefte für Kinder und Bildungsmagazine mit Lehrplanbezug zu Weltkirchen-Themen. Mehr dazu unter missio.at
- Reportagen aus 60 Jahren allewelt. Das Buch (ISBN 9-783903-518308) ist, ebenso wie die im Kasten angeführten Materialien, erhältlich unter missio.at.
- hochgeladen von Florian Heckel
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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