Kirche Steiemark
Schwimmen lernen
- Weiterbildung, Kennenlernen, Austausch, Ermutigung – vieles konnten sich hauptamtlich in der Pastoral Tätige von der diesjährigen Herbsttagung der Berufsgemeinschaft der Laien im pastoralen Dienst auf Schloss Seggau mitnehmen.
- Foto: Gerd Neuhold/Sonntagsblatt
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Bei der Herbsttagung der Berufsgemeinschaft der Laien im pastoralen Dienst wurde Glaube gelebt, Kirche gestaltet und Stärkung erfahren.
Wie bleibt Kirche heute lebendig? Diese Frage begleitete die Teilnehmenden bei der diesjährigen Herbsttagung der Berufsgemeinschaft der Laien im pastoralen Dienst der Diözese Graz-Seckau, zu der auch die Ständigen Diakone eingeladen waren, von 7. bis 10. Oktober auf Schloss Seggau. Nach einem Impuls von Bischof Wilhelm Krautwaschl und Informationen aus dem Ordinariat, wurden KollegInnen in den Ruhestand verabschiedet und neue MitarbeiterInnen im pastoralen Dienst willkommen geheißen.
Ansprechbar. Ein neues Format sorgte gleich zu Beginn für Bewegung: In einer offenen Fragerunde mit dem Bischof sowie den Leitungen der Ressorts und Prozessbereiche konnten Themen, Anliegen und Visionen direkt angesprochen werden. Diese anregenden Gespräche zogen sich in vielfältiger Weise durch die folgenden Tage – in den Workshops, in den Pausen, in persönlichen Begegnungen und beim Besuch des Servicecenters, wo, neben Fachstellen der Diözese mit Behelfen und Produkten, auch das SONNTAGSBLATT vertreten war.
Besonderer Höhepunkt war die Weiterbildungseinheit mit dem Pastoraltheologen Bernhard Spielberg aus Freiburg im Breisgau. Mit vielen anschaulichen Bildern, Beispielen und Fragen führte er unter dem Motto „Schwimmen lernen – oder: Kirche sein nach dem Ende der Sicherheiten“ durch eineinhalb intensive Tage. Dabei ermutigte er, den Glauben in einer sich wandelnden Welt immer wieder neu zu denken – nicht als Verlust, sondern als Einladung zum Vertrauen und zum mutigen Aufbruch.
Spielberg ortet in Österreich – im Gegensatz zu Deutschland –, dass zwar die Religion aus dem Alltag verschwinde, die Stimmung aber religionsfreundlich bleibe. „Studien belegen, dass sich viele immer wieder mit Gott verbunden fühlen und immerhin 61 % der Menschen an eine göttliche Wirklichkeit glauben“, so der Theologe. Die Frage sei aber nicht, ob die Kirche kleiner werde, sondern wie man dieses Kleinerwerden gestalte, sodass die Kirche weiter ein Gewinn für die Menschen sei. Die größte Ressource der Kirche ist ein Gegenpol zur digitalen Einsamkeit: In der Kirche gehe es um echte Menschen. Das sei ein Angebot für alle Altersgruppen.
- Die Kirche habe viel zu bieten, ermutigte der Hauptreferent der Herbsttagung 2025, Pastoraltheologe Bernhard Spielberg (Mitte).
- Foto: privat
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Erlebbar. Die Stimmung der Tagung war durchgehend positiv und geprägt von Wertschätzung und Gemeinschaft. Immer wieder wurde spürbar, wie stolz und dankbar die TeilnehmerInnen sind, ihren Dienst in dieser Diözese zu tun. Miteinander Glauben leben, Kirche gestalten und sich gegenseitig stärken – das wurde in diesen Tagen nicht nur thematisiert, sondern konkret erlebt. Die Herbsttagung 2025 war ein Ort der Inspiration, des Austauschs und der Ermutigung.
Julia Luschin/Redaktion
Was Kirche kann
Die Gastfreundschaft allen gegenüber, das offene Gespräch, Räume für die Begegnung mit Gott, die Seelsorge und allen voran das Evangelium machen die kirchliche Arbeit einzigartig, so Prof. Bernhard Spielberg.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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