Weltkirche
„Schluss mit Krieg!“

Zu einer Gebetswache für den Frieden lud Papst Leo XIV. in den Petersdom. Den Regierenden rief er zu: „Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden! Setzt euch an den Tisch des Dialogs und der Vermittlung, nicht an die Tische, an denen die Aufrüstung geplant und tödliche Maßnahmen beschlossen werden!“ | Foto: Vatican Media
  • Zu einer Gebetswache für den Frieden lud Papst Leo XIV. in den Petersdom. Den Regierenden rief er zu: „Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden! Setzt euch an den Tisch des Dialogs und der Vermittlung, nicht an die Tische, an denen die Aufrüstung geplant und tödliche Maßnahmen beschlossen werden!“
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Papst Leo XIV. rief bei einer Gebetsvigil in Rom eindringlich zum weltweiten Einsatz gegen Krieg und Gewalt auf.

Mit rund 10.000 Teilnehmenden betete Papst Leo am 11. April im Petersdom für den Frieden. Lesen Sie hier Auszüge aus seiner Ansprache:
„Euer Gebet ist Ausdruck jenes Glaubens, der nach den Worten Jesu Berge versetzt (vgl. Mt 17,20). … Der Krieg trennt, die Hoffnung verbindet. Die Selbstherrlichkeit tritt nieder, die Liebe erhebt. Götzendienst macht blind, der lebendige Gott erleuchtet. Ein wenig Glaube, ein Krümelchen Glaube genügt, ihr Lieben, um gemeinsam, als Menschheit und mit Menschlichkeit, dieser dramatischen Stunde der Geschichte zu begegnen. Das Gebet ist nämlich kein Zufluchtsort, um uns unserer Verantwortung zu entziehen, es ist kein Betäubungsmittel, um den Schmerz zu vermeiden, den so viel Ungerechtigkeit auslöst.
Es ist vielmehr die selbstloseste, umfassendste und wirkungsvollste Antwort auf den Tod: Wir sind ein Volk, das bereits aufersteht! In einem jeden von uns, in jedem Menschen lehrt der innere Meister nämlich den Frieden, er drängt zur Begegnung und regt uns zum Gebet an. … Das Gebet lehrt uns zu handeln. Die begrenzten menschlichen Möglichkeiten verbinden sich im Gebet mit den unendlichen Möglichkeiten Gottes. Gedanken, Worte und Taten sprengen so die teuflische Fessel des Bösen und stellen sich in den Dienst des Reiches Gottes: eines Reiches, in dem es weder Schwerter noch Drohnen, weder Rache noch Verharmlosung des Bösen und auch keinen ungerechten Gewinn gibt, sondern allein Würde, Verständnis und Vergebung. Damit haben wir einen Damm gegen jene Allmachtsphantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden. …
Schluss mit der Selbstvergötterung und mit der Vergötzung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg! Wahre Stärke zeigt sich im Dienst am Leben. … Vereinen wir also die moralische und geistliche Kraft von Millionen, ja Milliarden von Männern und Frauen, von Alten und Jungen, die heute an den Frieden glauben, die sich heute für den Frieden entscheiden, die die Wunden heilen und die Schäden beheben, die der Wahnsinn des Krieges hinterlassen hat. …
Liebe Brüder und Schwestern, der Friede sei mit euch allen! Es ist der Friede des auferstandenen Christus, die Frucht seines Liebesopfers am Kreuz.“

Gebet von Papst Leo XIV.
Herr Jesus, du hast den Tod besiegt, ohne Waffen und ohne Gewalt: Du hast seine Macht durch die Kraft des Friedens zunichtegemacht. … Sende deinen Geist, den Atem, der Leben schenkt, der versöhnt, der Gegner und Feinde zu Brüdern und Schwestern macht. … Möge der Wahnsinn des Krieges ein Ende finden und mögen Menschen für die Erde Sorge tragen und sie bestellen, die noch wissen, wie man Leben hervorbringt, wie man es bewahrt, wie man es liebt.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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