Kirche Steiermark
Kennenlernen
- Einander besser kennenlernen, neue Kooperationen finden oder bestehende stärken – all dies und mehr ermöglichte ein Austauschabend an der Katholisch-Theologischen Fakultät Graz.
- Foto: Bischof Wilhelm Krautwaschl
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Katholisch-Theologische Fakultät Graz lud zum Austausch mit den Diözesen Gurk und Graz-Seckau.
Einander besser Kennenlernen war das Ziel eines Austauschabends am 27. Mai am Universitätszentrum Theologie (UZT) – dem Standort der Katholisch-Theologischen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz. Eingeladen waren zwei größere Delegationen aus den Diözesen Gurk und Graz-Seckau. Darunter ÖffentlichkeitsarbeiterInnen, Bildungs-Beauftragte, MitarbeiterInnen aus der Pastoral sowie die Bischöfe beider Diözesen.
Eine gute Beziehung zwischen Theologischer Fakultät und Diözesen vor Ort sei keine Selbstverständlichkeit, bemerkte die Dekanin der Grazer Theologischen Fakultät, Katharina Pyschny. Umso dankbarer sei sie für das gute Verhältnis zwischen ihrer Fakultät und der kärntnerischen sowie steirischen Diözese. Bereits seit drei oder vier Jahren gäbe es dieses Austauschformat, erklärt das Vorbereitungsteam, bestehend aus Elisabeth Schneider-Brandauer (Gurk), Bruno Almer (Graz-Seckau) und Wolfgang Weirer (Fakultät). So groß wie diesmal war es noch nie: Rund vierzig Personen füllten den zweitgrößten Hörsaal des UZT und folgten der Präsentation der Fakultätsleitung.
Tradition, Reflexion, Innovation. Müsste sie die Fakultät in drei Worten beschreiben, wären das „Tradition, Reflexion und Innovation“, beginnt Dekanin Pyschny die Vorstellung. Die zweitgrößte und auch zweit-älteste Katholisch-Theologische Fakultät Österreichs (nach Wien) könne, trotz allgemeinem Rückgang des Zulaufs auf theologische Studien im deutschsprachigen Raum, noch auf recht stabile Studierendenzahlen blicken, so Studiendekan Bernd Hillebrand.
Mit Forschungsschwerpunkten schärfe die Fakultät ihr Profil: So wird in Graz seit mittlerweile über 30 Jahren auf theologische Frauen- und Geschlechterforschung gesetzt. Außerdem steht Angewandte Ethik in Wissenschaft und Gesellschaft im Fokus, wo beispielsweise in Medizin- und Pflegeethik aktuell akute Themen bearbeitet werden. Auch der Blick in andere Religionen und Theologien ist mit Religionswissenschaft ein Schwerpunkt.
Mobilität sei das Stichwort, so der Kärntner Bischof Josef Marketz: „Um 14 Uhr habe ich ein Begräbnis gehalten und jetzt (kurz nach 17 Uhr) sitze ich hier“, berichtet er sichtlich beeindruckt. Der Koralmtunnel machtʼs möglich. Und vielleicht ermöglicht er auch bald einen Zuwachs an Studierenden aus unserer Nachbardiözese.
Katharina Grager
Die Fakultät in Zahlen
Die Katholisch-Theologische Fakultät Graz besteht aus 12 Instituten, die vier Fächergruppen zugeordnet sind: biblisch-historische, systematisch-theologische, praktisch-theologische sowie human- und kulturwissenschaftliche Fächer. Zwölf Studiengänge werden angeboten oder daran partizipiert: drei Bachelor-Studien, drei Master, ein Magisterium und drei Doktorate. Rund 1400 Studierende und 50 Lehrende lernen und forschen hier. Insgesamt bietet sie fast 100 Personen einen Arbeitsplatz.
- Foto: Roth/Theologische Fakultät
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Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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