Kirche Steiermark
Reden und mehr
- Im vollbesetzten Veranstaltungssaal im Grazer Kunsthaus moderierte FURCHE-Chefredakteurin Doris Helmberger-Fleckl (l. Bild: 2. v. l.) ein Podiumsgespräch mit Michael Axmann (l.), Christina Grünauer-Leisenberger (2. v. r.) und Daniela Ingruber (r.). Viele Interessierte lauschten gespannt.
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Fronleichnamsakademie 2026. Die Katholische Aktion Steiermark lud zum Thema „Zusammenhalt“ ins Kunsthaus Graz.
Der Kreis steht für Zusammenhalt, das Herz im Inneren für Respekt und Liebe: Unter den „Friedenskreisen“, einer Bronzefigur der Grazer Künstlerin
Sabine Pelzmann, sprachen am 3. Juni vier Menschen über „Zusammenhalt“ in der Gesellschaft, und was es dafür braucht. Zur diesjährigen Fronleichnamsakademie lud die Katholische Aktion Persönlichkeiten aus Journalismus, Wissenschaft, Medizin und Kirche zum Gespräch. Unter der Moderation von Doris Helmberger-Fleckl, seit 2019 Chefredakteurin der Wochenzeitung DIE FURCHE, diskutierten die Demokratie- und Kriegsforscherin Daniela Ingruber, der Rechtsanwalt und Superintendentialkurator der Evangelischen Kirche Steiermark, Michael Axmann, und Christina Grünauer-Leisenberger, Stv. Betriebsdirektorin des LKH-Universitätsklinikums Graz, miteinander.
Aufpassen. Nicht nur das Aufeinander-Zugehen forderte Daniela Ingruber in ihrem Vortrag zum diesjährigen Thema „Zusammenhalt – Wie gehen wir miteinander um?“. Auch, dass wir aufeinander und auf die Demokratie aufpassen müssen, betonte die in Osttirol geborene Politikwissenschafterin gleich am Beginn der heurigen Fronleichnamsakademie. Weltweit würden nur 26 Prozent der Menschen in Demokratien leben, und weitaus weniger in einer liberalen Demokratie, wo individuelle Rechte des und der Einzelnen auch seitens der Verfassung geschützt seien. Als interessant erweise sich das Demokratie-Verhalten junger Menschen. So würden sie zwar immer weniger gesellschaftspolitisch aktiv sein, hätten aber großes Interesse am gelingenden Miteinander. Verdrossenheit würde dann entstehen, wenn Demokratie mit Politik verwechselt werde. An die zuhörenden Politikerinnen gewandt, sprach sich Daniela Ingruber dafür aus, politische Ämter aktiv wahrzunehmen. Leider seien immer weniger Menschen dazu bereit, sich etwa für ein BürgermeisterInnen-Amt zur Verfügung zu stellen. Seitens der Politik sei es umgekehrt respektlos, vom „kleinen Mann“ zu reden.
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Information und Emotion. Über Toleranz sprach Michael Axmann. Sie dürfe nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden, sondern habe vielmehr mit Gelassenheit zu tun und sei die Basis für die „Idee Europa“. Kirchen könnten Menschen dahingehend in Toleranz „trainieren“, so Axmann, der neben Superintendent Wolfgang Rehner die weltliche Leitung der Evangelischen Kirche A. B. in der Steiermark mitverantwortet.
Wertvolle Beispiele aus dem Krankenhaus-Alltag steuerte Christina Grünauer-Leisenberger bei. Die Personalleiterin eines der größten Unternehmen in der Steiermark verriet als ein „Rezept“ im Umgang mit Intoleranz und übersteigerter Emotion das umfassende Informieren. Wo der Zusammenhalt fehle, müssten in einem ersten Schritt Ängste ernstgenommen werden. Reden – der Anfang von Zusammenhalt.
Anna Maria Steiner
Zusammenhalt
Wie kann man angesichts aktueller Entwicklungen den Zusammenhalt unserer Gesellschaft stärken? Dieser Frage stellte sich ein Podium bei der 13. Fronleichnamsakademie der Katholischen Aktion Steiermark.
- Von links: Bischof Wilhelm Krautwaschl, Christina Grünauer-Leisenberger, Andreas Gjecaj, Daniela Ingruber, Michael Axmann, Doris Helmberger-Fleckl und Anna Hollwöger im Kunsthaus Graz bei der 13. Fronleichnamsakademie der Katholischen Aktion Steiermark
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Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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