Raus aus den Krisen

Podiumsdiskussion im Barocksaal des Grazer Priesterseminars. Von links. Karl Steininger, Kathrin Karloff, Josef Riegler und An-dreas Gjecaj. | Foto: Gerd Neuhold - Sonntagsblatt für Steiermark
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  • Podiumsdiskussion im Barocksaal des Grazer Priesterseminars. Von links. Karl Steininger, Kathrin Karloff, Josef Riegler und An-dreas Gjecaj.
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Buchpräsentation und Diskussion über die Bewältigung der vielfältigen Zeitprobleme.

Andreas Gjecaj, ehrenamtlicher Präsident der Katholischen Aktion Steiermark, präsentierte am 16. Oktober im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung des Bildungsforums Mariatrost und der Katholischen Aktion Steiermark (gefördert aus Mitteln der Österreichischen Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie ÖGPB), die von ihm selbst, Josef Riegler, Manfred Prisching, Peter Schachner-Blazizek und Christian Wabl herausgegebene umfassende Essaysammlung ‚Krisen und Auswege‘. Ihre Beiträge basieren auf der spürbaren Zuversicht, dass es Mittel und Wege gibt, auf die aktuelle Polykrise zu reagieren. „Die Zeit drängt, und wir brauchen so rasch wie möglich akzeptable Lösungen, die für alle Menschen Verbesserungen bringen“, betonte Gjecaj als Motivation der Autoren, verschiedenste miteinander verzahnte Auswege zu bündeln mit dem Ziel, „eine Bewegung der Verbundenheit“ zu erreichen.

Ausgehend von einem „Soziallehre-Fahrplan“ sei es wesentlich, durch Dialog- und Kompromissfähigkeit sowie Respekt dem/der Anderen gegenüber einen konstruktiven Beitrag zum Gesprächsklima unserer Zeit zu leisten. Darüber hinaus müssten sich Wege aus der Krise deutlich entfernen von unserer bisherigen Art, zu leben und zu wirtschaften.

Josef Riegler, ehemaliger Vizekanzler und aktuell österreichischer Koordinator der ‚Global Marshall Plan Initiative‘, präsentierte im Folgenden sein bereits 1986 entwickeltes ‚Modell der Ökosozialen Marktwirtschaft‘ als zielführenden Weg, eine humane und lebensraumschonende Zivilisation zu schaffen. Als notwendiges „Kunststück politischer Balance“ ziele Ökosoziale Marktwirtschaft auf soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit ab und sei dementsprechend „eine Überlebensstrategie“. Jedoch sei, so Riegler, nur durch einen tiefgreifenden Bewusstseinswandel eine gedeihliche Zukunft gestaltbar.

Im anschließenden gehaltvollen Podiumsgespräch mit Kathrin Karloff, Leiterin des Bildungsforums Mariatrost, und den zahlreichen hochinteressierten Gästen erläuterten die beiden Referenten gemeinsam mit Wirtschaftswissenschaftler Karl Steininger, Direktor des Wegener Centers an der Universität Graz, welche globalen Mechanismen es jetzt konkret braucht, um diesen Bewusstseinswandel zu erreichen. Nicht zuletzt sei – und darin waren sich alle drei Referenten einig – der solidarische Einsatz jedes/r Einzelnen, die „private Mission im humanistischen Sinne“, wesentlich.

Journal

Krisen und Auswege
Nicht Krisen bejammern, sondern gemeinsam Auswege suchen wollen die Autoren des Journals „Krisen und Auswege“. Aus verschiedenen Richtungen kommend, suchen sie solche Auswege.
Einen Ausweg aus der ökologischen Bedrohung. Einen Ausweg aus der finanziellen Problematik. Einen Ausweg aus den Beziehungskrisen in der Familie und in der Liebe. Einen Ausweg aus der Sprachverwirrung und Orientierungslosigkeit.
Unterschiedliche Zugänge können untersucht und verglichen, Argumente und Werthaltungen überprüft werden.
Krisen und Auswege, braintrust, erhältlich bei den Autoren.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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