Abschied
Pfarrer Posch: Was er gepflanzt hat, wächst

Der Schaukasten am Kirchplatz von Graz-Straßgang ist voll mit Worten des Dankes an Pfarrer Wolfgang Posch. Am 1. September füllte sich dieser Platz mit Angehörigen, geistlichen Kollegen, Freunden, Wegbegleitern und Vereinen: Sie brachten fassungslose Trauer über diesen plötzlichen Tod mit, aber auch tiefe Dankbarkeit für das Geschenk dieses Priesterlebens.

Bischof Wilhelm Krautwaschl leitete die Begräbnismesse, in der dieses Priesterleben Gott anvertraut wurde. „Der Eifer für dein Haus verzehrt mich.“ Mit diesem Psalmwort charakterisierte einleitend Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz Wolfgang Poschs vollen Einsatz. Seine Liebe zum Singen und Feiern, seine Offenheit in der Begegnung, sein Ordnungssinn und sein Zupacken wurden vielfach zum Abschied bedankt.

An die Geschichte von einem Mann, der in einer unwirtlichen Gegend viele Bäume pflanzte, erinnerte Pfarrer Matthias Keil von Graz-Herz Jesu in der Predigt. So wirkte Wolfgang Posch: Er pflanzte vieles, was nun weiterwächst. Auf Stil und Eleganz legte der bescheidene Priester äußerlich wert, aber viel mehr auf das Innerliche, dessen Verkünder er war, oft kritisch, aber immer mit Liebe zur Kirche.

Bundesrat Ernest Schwindsackl, früher Bezirksrat in Straßgang, bedankte sein Engagement, das auch Vereine und Sozialpolitik betraf. Der Straßganger PGR-Vorsitzende Ewald Kaps schloss seinen Dank mit einem „Auf Wiedersehen, Herr Pfarrer!“, so wie vor Jahren sein Vater auf dem Sterbebett. Dieses Wiedersehen gibt es nun im kommenden Leben. PGR-Vorsitzender Peter Possert-Jaroschka von Graz-St. Elisabeth erinnerte an die Lebensfreude, die Pfarrer Posch beim Gottesdienst und darüber hinaus zeigte, und an sein „In-Beziehung-Sein.“
Der Fohnsdorfer Pfarrer Gottfried Lammer, Poschs Pfarrerkollege in seiner Köflacher Zeit, leitete Verabschiedung und Beisetzung in der Jubiläumskapelle neben der Straßganger Kirche.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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